^ Der steröende Dichter.
(.'Zu Heiue's letztem Bildnih.)
Gesegnet ward er reich, daß er verschwende;Ter Grazien Liebling, reizend ungezogen,
Hat er den Dnft des Lebens eingesogen,Der würzig quillt aus seines Sanges Spende.
Jetzt neigt sein liederreicher Tag dem Ende,Der Wvnnerausch des Lebens ist verflogenUnd zu dem Gott des Sanges mit dem BogenErhebt er flehend still die bleichen Hände.
In Schmerzen tränmt er auf dem Dichterthron,Ein anderer Rothbart im Kyffhäuserschlosse,
Doch klingt die Harfe fort in Hellem Ton.
Es blieb die Anmuth seines Leids Genosse,Ob über seinein Haupt errauschen schonDes sicher treffenden Apoll's Geschosse.
Robert Scbive