— 131 —
In Düsseldorf am Rheine wardEin deutscher Dichter geboren,
Der mit des Geistes HellebardDen Spießern saust um die Ohren.
Der war die Flamme, der war das Schwert
Für eulenäugige Drachen,
Der hat die Saurier Mores gelehrt
Mit seinem erleuchteten Lachen.
Zu seinen Häuptern um MitternachtHört' er es schwingen und rauschen,
Und ein Lied, ein Lied ist in ihm aufgewacht,Dem die Freien, Lebendigen lauscheu.
Ein Lied, so dcmazenerscharf,So silbcrglockenklangvvll,
Ein Lied, das brennende Blitze warf,
Dunstschneidend, neuzeitdrangvoll.
Die süßen Lieder rühm' ich nicht,
Die durch die Herzen ziehen,
Draus unsres Volkes Seele spricht,Die Lureleimelodicn
Ich rühme den Düsseldorfer Rath,
Den frommen und den reichen,
Vor dessen sonniger RuhmesthatDie Sterne Heine's erbleichen.
9*