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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
Entstehung
Seite
87
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Der Deutschen Ruhin singt ihr, Antisemiten,

Und zerrt die deutsche Lerche iu deu Kot?

Schinäht Alle, die das gvld'ne Kalb umtanzen;

Preist Jenen, dem Apollo war der Gott!

Du nennst dich Christ, mit der Megäre Besen?

Nach Kevlaar hast die Wallfahrt du gelesen?

Auch mein Haß glüht den Praktiken, den schnöden,

Die aus dein Erbe treiben Manchen aus:

Den biedern Landmann dort, mit Weib und Kindern^

Aus seiner Väter treuem Hof und Haus!

Doch mir gilt's gleich, ob Wuch'rer manövrireu,

Ob Junker dort sich schneidig arrondiren.

Tief in Parteien ist das Land zerrissen,

Wie einst Byzanz, umdroht von Feindes Macht.

Wo ist der Jungfrau Wahrheit treuer Ritter,

Der auf der „höhern Warte" warnend wacht?

Ihr satinirt gedruckten Flügelreitcr,

Wo ist zu Heinrich's Schirm der Held und Streiter?

Am Niederrhein zwickt Manchen uied'res Denken,Weil schwarzer Nebel auf den Kopf ihn drückt;Vom schielen Drehen nach des Hofes SonneIst ihm das Rückgrat schief und krumm gerückt.In Denkmals-Fragcn kenn' ich sie schon lange:Vor einer Maus sind Drdenssücht'ge bange!

Das will als Muscndorf die Welt veredeln,Mit kleinen Raphaels in seinem Schooß —Und weigert des Apollo Sohn die Scholle,Und zieht Böotier, Barbaren groß!

Pinsel versteht ihr, aber keinen Dichter:Ihr ABC-gerechten Splitterrichter!