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die Helligkeit der einzelnen Phasen manchen Anomalien und Störungenunterworfen zu seyn scheinen, von denen wir jetzt noch keine Ursacheangeben können. Daß von diesen gleichsam allgemeinen Regeln der obenerwähnte Algol im Perseus eine Ausnahme mache, ist bereits erwähntworden. Als der erste Entdecker der Veränderlichkeit dieses sonderbarenGestirns wurde oben mit Recht Goodrike angeführt. Allein es mußnoch bemerkt werden, daß dieselbe nahe in gleicher Zeit anch von dembekannten astronomischen Bauer, Palitsch bei Dresden, gefundenworden ist, demselben, der auch i. I. irss den Halley'schen Kometeneinen ganzen Monat früher, als alle Astronomen Europa's gesehen hat.Er war, wie Herschel sagt, !>v rva« n pon-ant .-.imion ->ml an »«ti-o-nviner „aNire (vergl. li. Z. I7Z).
Man hat über den Grund dieses wunderbaren Lichtwechsels ver-schiedene Meinungen aufgestellt. Wir geben sie hier kurz an, ohne überihren Werth entscheiden zu wollen. — Man glaubt, daß diese Sterne,gleich unserer Sonne, eine Rotation um ihre Are haben und an einerihrer Seiten lichtlos oder doch mit mehreren dunkeln Flecken bedecktsind. Andere lassen große dunkle Planeten um diese Sterne gehen unduns das Licht derselben benehmen, wenn sie zwischen uns und dieseSterne treten. Wieder Andere nehmen die Gestalt dieser Sterne linsen-förmig an, wo sie dann, wenn sie während ihrer Rotation uns ihrescharfe Kante zuwenden, weniger hell erscheinen oder auch ganz ver-schwinden. Auch wollte man diese abwechselnden Aufhellungen und Ver-dunklungen eigenen atmosphärischen Erzeugnissen dieser Sterne, denenunserer Sonnenflecken ähnlich, zuschreiben. Es ist aber auch möglich,daß diese sonderbare Erscheinung eine weniger mechanische Ursache hat,und daß diese Sterne ihren Lichtwechsel einem periodisch wiederkommen-den Anspannen und Nachlassen jener Naturkraft verdanken, durch welcheihr Sclbstleuchten hervorgebracht wird (m. s. Harding's kleinere Ephe-meride für das Jahr i8Zl).
H. 227. (Neue oder wieder vertchwundcne Sterne.) So groß auch dieRevolutionen seyn mögen, die auf den Oberflächen jener Fixsterne, diediesem Lichtwechsel unterworfen sind, vorgehen — welche ganz andereVeränderungen mögen jene andern erfahren haben, die an Stellen desHimmels, wo man früher keinen Stern bemerkte, i» hellen Flammenaufzulodern und dann, vielleicht für immer, zu verschwinden scheinen. —Ein solcher war vielleicht der neue Stern, dessen Plinius (Ilist. nat.Ind. ll.) erwähnt, der i. I. 12s vor Ehr. G. in einer früher ganzsternlosen Gegend des Himmels erschien. Hipparch soll, dadurch auf-merksam gemacht, den Entschluß gefaßt und ausgeführt haben, daserste Sternverzeichniß zu verfertigen. Es enthielt nur die vorzüglichsten,mit freiem Auge sichtbaren Fixsterne, und doch wendeten die Alten aufihn die Stelle Birgil's an, wo vom Palinurus, dem Steuermannedes Aeneas, gesagt wird 1
Siäer» euncts notat tacito labsntis coelo.