Druckschrift 
7,1 (1833) N - Pn
Entstehung
Seite
691
Einzelbild herunterladen
 

691

Stofs expansibler Flüssigkeiten.

ducte ihrer Masse in das Quadrat ihrer Geschwindigkeit propor-tional ist. Man erläutert dieses, ohne eigentliche Messung, inden physikalischen Vorlesungen durch das sogenannte Flugräddien. Ein kleines Rädchen mit 5 oder mehreren kleinen Flügeln,dessen Axe in zwei feine Spitzen ausläuft, um zwischen zweifeinen Pfeilern in engen Löchern leicht beweglich zu seyn, wirdauf einem durch Blei beschwerten Stativ befestigt und unter einegeeignete Campane auf den Teller der Luftpumpe gestellt. DieCampane ist seitwärts mit einem engen Loche so durchbohrt,dafs der eindringende Luftstrom auf die breite Fläche der Flügelstöfst. Exantlirt die Luftpumpe sehr schnell und unausgesetzt,wie bei den doppeltwirkenden der Fall ist, so wird die Luft inder Campane fortwährend verdünnt, die äufsere dichtere strömtdaher ohne Unterbrechung ein und treibt das Flugrädchen fort-während um seine Axe mit einer dem Unterschiede der Dichtig-keiten der Luft in der Campane und der äufsern proportionalenGeschwindigkeit, aus welcher letztem dann der erstere geschätztwerden kann, selbst auch berechnet werden könnte, wenn mandie Geschwindigkeit der Umdrehung genau zu messen und denEinflufs der Reibung genau zu bestimmen vermöchte. Bei klei-neren Luftpumpen verstopft man die OefTnung mit einem durch-bohrten Stöpsel und zieht diesen nach dem Exantliren heraus,so dafs die äufsere Luft einströmt, und sich dann zugleich zeigt,dafs die Geschwindigkeit dieser Strömung in eben dem Verhält-nisse abnimmt, in welchem die Dichtigkeit der Luft in der Campane wächst. Ungleich wichtiger ist jedoch diejenige Luftströ-mung, die wir mit dem allgemeinen Namen JVind bezeichnen.Dieser Gegenstand verdient jedoch wegen seines Umfanges eineausführliche Untersuchung, die ich gleichfalls einem eigenenArtikel Vorbehalte. M.

*SSS!t3c