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7,1 (1833) N - Pn
Entstehung
Seite
311
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Zusammengesetztes physisches. 311

zwischen ist es nicht überflüssig, auch diese Construction, ihrerEinfachheit wegen , hier zu erwähnen.

c) Die gebräuchlichsten Pendel bestehn aus einer mehr oderminder schweren Linse an einer Stange. Letztere ist nur desgeringeren Preises wegen bei den schlechtesten Uhren rund, inallen andern Fällen schon zur Bestimmung der Richtung, inwelcher die auf derselben verschiebbare Linse schwingt, stetskantig. Für genaue Pendel wird das Material und die Formdurch anderweitige, später zu erörternde, Bedingungen bestimmt.Dem an ihr hängenden schweren Gewichte giebt man die Lin-senform, damit bei den Oscillationen die Luft weniger Wider-stand leiste • allein dieses beruht hauptsächlich auf einem altenVorurtheile, indem bei'Uhrpendeln das hieraus erwachsendeHindernifs als constante, durch wechselnde Dichtigkeit der Luftnur unmerklich sich verändernde, Gröfse corrigirt werden mufsund die neuesten Quecksilberpendel auch durch die Erfahrungdie Tauglichkeit der Cylinderform bei den Gewichten der Pen-del beurkunden. Nebenbei ist übrigens die Linsenform für die-sen Zweck eine der gefälligsten und den übrigen Theilen derApparate am angemessensten, weswegen sie mit Recht beibehal-ten wird. Das Gewicht solcher Linsen ist oft beträchtlich grofsund beträgt von 0,5 bis zu 50 Pfd. und darüber, bei den Uh-ren namentlich deswegen , damit der Impuls, welchen das Pen-del bei jeder Schwingung durch das Uhrwerk erhält, um esfortdauernd schwingen zu machen, die Regelmäfsigkeit derOscillationen nicht aufhebe. Unter die Classe der Pendel, wel-che aus einem schweren Gewichte an einer Stange bestehn, kannman ferner alle diejenigen Vorrichtungen aufnehmen, welchezum Heben von Lasten oder zur Bewegung von Maschinen be-nutzt werden, z. B. die Schwengel an den Pumpbrunnen, diependelartigen Hebel bei manchen Keilpressen, und es ist minde-stens sehr wahrscheinlich, dafs manche Maschinen, welche durchdie Kraft der Menschen vermittelst der Kurbel bewegt werden,vortheilhafter vermittelst solcher Pendel bewegt werden könnten.Endlich gehören hierher auch die bereits 1 beschriebenen Centri-fugal - oder konischen Pendel, welche aus einem sphäroidischenGewichte an einer meistens runden Stange bestehn und mit ihremuntern Ende einen Kreis in der horizontalen Ebene beschreiben.

1 Oben Bd. II. S. 83.