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Pendel.
wegung beharrt, bis die entgegenwirkende Schwere die letzterewieder aufhebt, woraus die bekannten Pendelschwingungenvon selbst folgen; allein es ist klar, dafs eben solche Schwin-gungen auch in allen denjenigen ballen entstehn müssen , wennein durch irgend eine Kraft in einer bestimmten Lage festgehal-tener und zur Ruhe gebrachter Körper durch irgend einen hin-zukommenden Impuls aus dieser seiner Lage gerückt wird, wor-auf dann jene zugleich stetig wirkende und daher eine beschleu-nigte Bewegung erzeugende Kraft den Körper wieder in seineursprüngliche Lage mit beschleunigter Geschwindigkeit zurück-zieht, und die Wirkung der Trägheit, vermöge deren er überdiese hinaus nach der entgegengesetzten Seite getrieben wird,allmälig verschwinden macht. Hiernach sind also die Schwin-gungen von Stäben, die vermöge ihrer Starrheit in ihrer Rich-tung zu verharren streben, von Saiten, die durch Gewichte oderspannende Kräfte gerade gezogen werden, kurz alle diejenigenelastischen Körper, die zur Erzeugung des Schalles dienen, na-mentlich auch die longitudinalen und die durch Drehung vonCylindern um ihre Axe entstehenden, die Oscillationen vonRingen und Scheiben , die eine Feder zunehmend stärker bis zueinem gewissen Grade spannen und durch diese wieder rück-wärts gezogen werden, selbst auch die abwechselnden der tropf-baren Flüssigkeiten in communicirenden Röhren u. s. w. sämmt-lich pendelartig und lassen sich insgesammt auf die Pendelge-setze zurückführen. Aus der angegebenen grofsen Mannigfaltig-keit der Anwendungen folgt dann von selbst, dafs man die all-gemeinen Gesetze der Pendelschwingungen zuvörderst in ihrereinfachsten Gestalt aufsuchen und demnächst auf die mehr zu-sammengesetzten Erscheinungen anwenden müsse.
A. Einfaches oder mathematischesPendel.
Ein einfaches oder mathematisches Pendel mufs nach denangegebenen Bestimmungen aus einem schweren oder durch ir-gend eine Kraft getriebenen Puncte bestehn , welcher an einernicht körperlichen, also nicht selbst durch die allen Körpern ei-genthümlich zugehörende Schwere oscillirenden Faden so befe-stigt ist, dafs er um einen unbeweglichen Punct die pendelarti-gen Schwingungen macht. Hiernach ist also ein solches Pendeleben so wenig in der Wirklichkeit darstellbar, als der mathemartische Hebel, und man bedient sich desselben blofs dazu, um