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7,1 (1833) N - Pn
Entstehung
Seite
269
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Nutation. 209

N u l a t i o n.

Wanken der Erd-Axe; Natcitio; Nuta-lion; Nidation.

In dem Artikel Vorrüchen der Nachtgleichen werdendie Gründe angegeben, warum die Axe der sphäroidischen Erdebei dem Umlaufe um die Sonne ihre Lage nicht ganz unverän-dert so behält, dafs sie immer gegen denselben Tunet des Him-mels gerichtet bleibt. Die Anziehung der Sonne und des Mon-des nämlich gegen die Erde bringt, weil letztere von der Ku-gelform abweicht, eine Aenderung jener Richtung hervor, ver-möge welcher der Pol des Himmels in einem sehr langen Zeit-räume einen Kreis um den Pol der Ekliptik durchläuft. Bliebenun der Pol des Himmels allezeit genau auf diesem Kreise undginge er gleichmäfsig in diesem fort, das heifst, wäre die Aen-derung der Lage der Erd-Axe gleichförmig, so würden wirdieser keine Nutation beilegen. Aber die Beobachtung zeigt,dafs der Pol des Himmels sich bald auf dieser, bald auf jenerSeite von dem Kreise, jedoch nach bestimmten Gesetzen, ent-fernt und dafs damit auch eine Aenderung in dem Fortrückenauf dem Kreise verbunden ist, und diese Aenderungen sind es,die wir Nutation, Wanken der Erd-Axe, nennen.

Da die genauere theoretische Betrachtung der Nutation somit der Präcession der Nachtgleichen zusammenhängt, dafs beideam besten vereint abgehandelt werden, so verweise ich in die-ser Hinsicht auf den Art. Vorriichen der 2V achtgleichen undgebe hier nur folgende oberflächliche Darstellung. Den gröfs-ten Theil der Nutation bringt der Mond hervor, weil seine Bahngegen die Ekliptik geneigt ist und die Knoten der Mondbahnzurückgehend auf der Ekliptik fortrücken. Sie vollenden einenUmlauf in 18? Jahren und dieses ist daher auch die Periode derNutation. Was zuerst die Einwirkung der Sonne betrifft, soändert diese die Lage der Erd - Axe so, dafs sie fast genau im-mer gleich geneigt gegen die Ekliptik bleibt, und deshalb ist derPol der Ekliptik auch der Pol des Kreises von 23^ Gr. Halb-messer, den wir den Pol des Himmels durchlaufen sehn; undda die Ebene der Mondbahn bei allen ihren Aenderungen in je-dem Puncte der Ekliptik sich ebenso oft nördlich als südlich vonihr belindet, da die Ekliptik in der Mitte zwischen allen Lagender Mondbahn liegt, so kommt, sofern wir auf lange Zeiten