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N o r d 1 i c li t.
hierdurch in Magnetismus verwandelter Elektricitäten vorhan-den. Wollte man einen solchen annehmen, so miifsten die iso-lirt getrennten Elemente der volta’schen Kette einen Marmeldes natürlichen elektrischen Sättigungs- oder Neutralitäts - Zu-standes zeigen, welcher niemals wahrgenommen wird; keinbesonnener Physiker aber kann, um dieser .Schwierigkeit zu be-gegnen, einen so luftigen Hypothesenbau aufführen und sagen,die durch Neutralisation zum Magnetismus umgestalleten Elek-tricitälen kehren nach ihrer Thätigkeitsäufserung in ihren vori-gen Zustand wieder zurück, um den Polen der volta’schen Kettozuzuströmen , denn das hiefse nur, die Elektricitäten seyen balddieses, bald Magnetismen , je nachdem die Physiker dieses oderjenes wünschen. Aber abgesehn hiervon und in unmittelbarerBeziehung auf die Erklärung des Nordlichts mul’s man doch bil-lig fräsen, wo ist die Ursache der elektrischen Erretiuns, dioden ansenommenen Magnetismus erzeust, und wenn diese nichtstattfinden soll, welche Ursache erregt den Magnetismus undwarum erscheint dieser leuchtend ? Es ergiebt sich hieraus alsoaugenfällig, dafs das Nordlicht selbst durch Hanstefüt gar nichterklärt und seine Ursache gar nicht nachgewiesen ist.
Die Physiker begnügen sich seitdem im Allgemeinen mitder Erklärung , dafs das Nordlicht eine magnetische Erschei-nung sey, weil es einen unverkennbaren Einflufs auf die Ma-gnetnadel ausübe, und obgleich nach den neuesten Beobachtungenseine elektrische Natur zweifelhaft gemacht worden ist, so ent-scheidet doch sein Leuchten und die innige Verbindung, worindie Elektricität und der Magnetismus miteinander stehn, sehr da-für, dasselbe für ein elektromagnetisches Phänomen zu halten, wasdann im Ganzen auf die zuletzt vorgetragene Idypothese hinaus-kornuit. Neben dieser sind noch einzelne mehr oder minder voll-ständige Versuche der Erklärung gemacht worden. PIansteen 1z. B. findet eine Uebereinstimmung zwischen den magnetischenIsokli nen und den isothermischen Linien, so dafs der Majjnetis-mus der Erde auf ihre Temperatur einen Einllufs haben miifste,wonach also die Nordlichtzone durch die Temperatur wenigstensmit bedingt würde. RtciiAitnsoN 2 meint, die Wolken hättenzuweilen eine polare Richtung, indem sie mit dem magneti-
1 Schweigger’s Journ. N. R. XVI. 208.
2 Narrative of a Journey cet. p. 598.