Druckschrift 
7,1 (1833) N - Pn
Entstehung
Seite
249
Einzelbild herunterladen
 

T ]i o orie.

249

sind, allein dennoch gieht diese Erklärung dem bereits erwähn-ten Argumente gröfseres Gewicht, warum nämlich solche Mas-sen nicht öfter unter allen Breiten entzündet werden und dasPhänomen der Nordlichtkronen zeigen. Aber auch ohne diesesentsteht ein neuer Einwurf ans dem Umstande, dafs die Kronensich allezeit wenige Grade vom Zenith und, wenn auch nichtgenau, doch sehr nahe in der Verlängerung der Neigungsnadelzeigen.

Es ist bereits oben erwähnt worden, dafs man schon in frühenZeiten einen Zusammenhang zwischen den Nordlichtern und demMagnetismus, namentlich in Beziehung auf die Lage des Nord-lichtbogens und die Richtung der Abweichungsnadel, desglei-chen des Orts der Krone und,die verlängerte Axe derNeigungs-nadel wahrgenommen hatte, so dafs Hallet das Nordlichtselbst für die Wirkung magnetischer Strömungen aus beidenErdpolen erklärte. Dieser Ansicht steht jedoch das unüber-windliche Ilindernifs im Wege , dafs der Magnetismus bis jetztnie die geringste Spur einer Lichterscheinung dargeboten hat,die dem Nordscheine auf jeden Fall wesentlich zugehört, wes-wegen denn die spätem, den Magnetismus berücksichtigendenHypothesen insgesammt modificirt sind. Unter diesen verdie-nen insbesondere drei erwähnt zu werden , die von Daltoit,Biot und Hansteen.

Dalton 1 eilt als der eigentliche Erfinder dieser Theorieund ist durch seinen Scharfsinn der Entdeckung des Elektroma-gnetismus somit vorausgeeilt. Durch ihn ist es übrigens bekanntgeworden, dafs die nämliche Idee schon früher geäufsert wordenwar 2 , jedoch nur als allgemeine Vermuthung und ohne die Ein-zelnheiten des Nordlichtphänomens aus einer bestimmt ausge-sprochenen Hypothese abzuleiten. Nach der Meinung Dal-toss besteht das Nordlicht aus einzelnen Cylindern magneti-scher Materie, welche in ungleichen Höhen und parallel mitder Richtung der Neigungsnadel schwebend allerdings die Phä-nomene der Bögen und Säulen durch optische Bedingungen er-zeugen könnten , indem sie insgesammt in einem durch die ver-

1 Meteoroloeical obscrvations and essays. London 1795.p. 54. 153.

2 Mathematical, geograplncal and philosophical deligkts cond.by Whiting. Lond. 1792. No. 1.