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7,1 (1833) N - Pn
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N ordlich t.

bringen Kälte und Nebel unter den Polen eine starke Luftelek-tricität hervor, welche das nichtleitende Eis nicht abzuleitenvermag und die daher nach oben in die Regionen der dünnemAtmosphäre entweichen mufs. Hauptsächlich geschieht die An-häufung derselben über den Ungeheuern Eismassen an der sibiri-sehen Küste, indem Chanz versichert, die grofsen Nordlichterstets in Ost oder Südost gesehn zu haben. Die Mittheilung derElektricität von oben herab bewirkt dann Niederschläge, daherfolgen in nördlichen Gegenden heitere Witterung, in südlichemaber trüber Himmel und Wolken auf dieselben. Die Wolkenhaben oft eine auffallende Aehnlichkeit mit den Nordlichtern,und dafs die letztem elektrischer Natur sind, geht schon ausder Vermehrung der Luftelektricität bei ihrem Erscheinen her-vor. Die grofsen Nordlichter haben daher ihren Sitz ah den si-birischen Küsten, wo sie GiUEHtf so hell leuchtend und inüberwiegender Menge beobachtete, kleinere ähnliche Erschei-nungen aber kommen überall vor 1 .

Vor Erwähnung der neuesten magnetischen oder elektro-magnetischen Theorie mufs noch einer andern gedacht werden,welche sich von den frühem bis in die neuesten Zeiten erhaltenhat. Die älteste Hypothese, dafs das Nordlicht durch Verbren-nung von Dünsten entstehe , die man schwefelige oder alkali-sehe oder säuerliche nannte, kann wohl nicht füglich eineTheorie genannt werden, weil die eigentliche Beschaffenheitder verbrennenden expansibeln Flüssigkeiten überall nicht be-stimmt angegeben ist, sie wurde daher als werthlos wenig be-achtet, bis die neuern Gelehrten das Wasserstoffgas als die ei-

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gentliche verbrennende und hierdurch leuchtende Substanz an-gaben. KiirwAN 2 gab zuerst eine vollständigere Darstellung

1 Die sämmtlichen Hypothesen über die Ursachen einer Anhäu-fung der Elektricität in den Polargegenden anznführen scheint mirüberflüssig. Unter a. s. American Journ. of Sc. 1827. Jul. Darausin Bibi. univ. 1830. Mars. p. 283. und Wiener Zeitschr. VIII. HO.Auch Schübler hält das Nordlicht für eine elektrische Erscheinung,welche durch die Anhäufung der Elektricität in den nördlichen Polar-gegenden erzeugt werde, indem die Luftelektricität nicht blofs im Win-ter, also auch in der Kälte, stärker sey, sondern auch dort durch feuchteLuft nicht abgeleitet werde. S. Grundsätze der Meteorologie S. 159.

2 Trans, of the Royal Irish Acad. 1788. T. II. Daraus in Greu’sJourn. IV. 87.