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7,1 (1833) N - Pn
Entstehung
Seite
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sehr ungleichen Umständen j nn vielen war es mit Gewitternverbunden oder ging diesen voraus, z. B. in Paris nach einemschweren Gewitter am 21sten Juli, in Narbonne dagegen nacheinem vom 24sten bis 26sten Juli anhaltenden Nordwinde ; inHavre de Grace war er amSlstenJuli noch ungewöhnlich stark,verschwand aber nach dem Aufg ange der Sonne i .

Eben so verschieden waren die ihn begleitenden Erschei-nungen. An den meisten Orten herrschte eine unglaublicheDürre und grofse Wärme, weswegen auch der Wein so vor-züglich gerieth, und manche Gegner der eben in Anwendung ge-kommenen Blitzableiter glaubten, diese verhinderten die Bil-dung der Gewitter. Das Unzuverlässige einer solchen auf ein-seitig aufgefafste Thatsachen gegründeten Vermuthung zeigte sichjedoch durch die starken Gewitter an andern Orten, namentlichdas sehr anhaltende in Genf am 12ten und 13ten Juli, die gleichheftigen in Vicenza, Padua, Neapel u. s. w., deren durchToaldo Erwähnung geschieht, welcher diesemnach glaubte,der Sommer sey durch viele und oft einschlagende Gewitterausgezeichnet gewesen. Auch zu Ivremnitz in Ungarn, zu Be-zi&res und an verschiedenen andern Orten waren die Gewitterungemein zahlreich und heftig. Allgemein war die Luft sehrverdunkelt und man konnte mit blol'sen Augen die Sonne be-trachten , die ein bräunlich rothes, am Morgen und Abende tiefbraunrothes oder blutrothes, zuweilen jedoch ein gelbes oderblafs - weifsliches Ansehen hatte. Der Nebel zeigte durchauskeine Feuchtigkeit, vielmehr gaben die Hygrometer grofseTrockenheit an und das Verdunsten des Wassers der Salzsoolenerfolgte nach Lamahon schneller als gewöhnlich; meistens ver-breitete derselbe einen Geruch, welcher schwefelig genanntwird , gab an einigen Orten dem Wasser des Thaues einen un-angenehmen Geschmack und machte es nachtheilig für die Pflan-zen , so dafs namentlich in Narbonne die Wein und Oliven-blätter dadurch verdorrt seyn sollen, wenn dieses anders nichtFolge der herrschenden Dürre war. In Groningen und Moscauvergilbten gleichfalls die Blättör und Gräser, im Neapolitani-schen soll der Nebel den Tliau eisenhaltig gemacht haben, desVasquiehs beobachtete aber, dafs er die Farbe der frisch ge-

1 Vergl. Biu:<des Beiträge zur Witterungsknnde. Leipzig 1820.S. 174.