Gewichtes aufsteigen, so werden sie diese zuerst sättigen, dannaber, in Dunst verwandelt, als Nebel zum Vorschein kommen.Hierbei sind zahllose Modilicationen möglich, welche sich je-doch insgesammt in der Erfahrung naclnveisen lassen. Steigennämlich die wärmeren, wasserdampfhaltigen Lufttheilchen indie Höhe und kommen sie hierbei zuerst in trockne’, wenngleich kältere Luftschichten , so werden diese gesättigt, bis siezu einer Höhe gelangen, wo die Temperatur zu niedrig undder schon vorhandene Grad der Sättigung zu grofs ist; dort be-ginnt dann die Nebelbildung, die tiefer liegenden Schichtenwerden allmälig gesättigt, mit Dunst erfüllt und die Nebelbil-düng geschieht scheinbar von oben herabwärts. Dafs der um-gekehrte Procefs gleichfalls statt finden könne, ist ohne nähereErläuterung für sich klar. In der Regel sind die obern Luft-schichten kälter: allein es ist häufig sowohl unter höheren Brei-ten , namentlich im Eismeere, als auch unter niederen , haupt-sächlich zur Herbstzeit, der Fall, dafs die oberen durch dieEinwirkung der Sonnenstrahlen, oder weil sie aus wärmerenund trockneren Gegenden herzuströmten, wärmer sind; außer-dem aber können sie leicht so trocken seyn, dafs sie die in sieaufsteigenden Dampftheilchen auflösen und undurchsichtig blei-ben. In allen diesen verschiedenen Fällen ereignet es sichnicht selten , dafs die Nebelschichten, wie die über Flüssen oderfeuchten Wiesen, bei grofser Dichtigkeit keine bedeutendeHöbe haben , so dafs sie blofs die Thäler füllen, während dieSpitzen der höheren, selbst nur der 1000 oder 600 Fufs hohenBerge den heitersten Plimmel zeigen, ja Scoresby 1 berichtetsogar, dafs ihre Höhe in den Polarmeeren oft nicht über dieSpitze der Masten hinausragt, wobei er einstmals in 100 F.Höhe 35°, auf dem Verdeck 33°,75 dicht über dem Meeres-spiegel und auf der Oberfläche des Wassers 34° F. als gleich-zeitig bestellende Temperaturen beobachtete. Hiernach kann derUnterschied der sogenannten fallenden und steigenden Nebelsehr leicht erklärt werden. Ist nämlich der Nebel einmal nebil-
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det, gleichviel bis zu welcher Höhe er reichen mag, werdendie oberen Luftschichten allmälig trocken, es sey durch Her-beiströmung oder Ilerabsinkung oder durch Erwärmung ver-
1 Edinb. PIul. Jonrn. N. XI. p. 118. Vergl. Tagebuch einerReise auf den Wallßschfang n. s. \v, XJeb. von Kries S. 201.