Druckschrift 
7,1 (1833) N - Pn
Entstehung
Seite
20
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bedingt. F,s existirt indefs aufser dieser beiläufigen noch eineGenauere Messung. In New-York nämlich trat am 3ten Januar1801 nach lange anhaltender milder Witterung plötzlich starkeKälte ein, so dafs nicht blofs das siifse Wasser in den Cister-nen, sondern auch das salzige in den Flüssen Hudson und Soundstark dampfte. Das Thermometer in freier Luft zeigte nachMitchills Messungen 12° F., im Wasser der Cisterne aber41° und im Flufswasser 37°; letzteres hörte auf den Nebel zuerzeugen, als die Wärme der Luft bis 12° F. stieg, ersteres aber,als sie 2i° erreichte, wonach die Erscheinung also für siifsesWasser durch einen Temperaturunterschied von etwa 20° F.oder 11° C., für salziges aber von 25° F. oder fast 14° C. be-dingt wird, den Einflufs der Luftfeuchtigkeit nicht gerechnet 1 .Aehnlich ist der Nebel, welcher in kalten Wintern nicht seltenbedeutend dicht aus den Oeffnungen geräumiger und warmerKeller oder beträchtlich grofser Flöhlungen aufzusteigen pflegt.

Eine den genannten verwandte Erscheinung ist das soge-nannte Rauchen der Berge. Bei regnerischer Witterung näm-lich , wenn die Luft zu wässerigen Niederschlägen vorzugsweisegeneigt ist, sowohl nach einem einzelnen Regenschauer, alsauch nach anhaltendem Regen, und als ziemlich sichere Anzeigefortdauernden Regenwetters, sieht man über einzelnen Stellender Berge isolirte Nebelmassen schweben, welche dünner oderdicker, mitunter sehr dick sind und zuweilen schlauchartigaus den höhern Wolken sich beträchtlich tief herabsenken, baldeine längere Zeit ohne merkliche Veränderung sich an ihremOrte erhalten, bald aufsteigen oder mehr herabsinken , und inungleichen Zeiträumen dünner' oder dicker werden oder durchAuflösung gänzlich verschwinden. Hat man Gelegenheit, Bergeoft und anhaltend zu beobachten , so gelangt man zu der Ue-berzeugung, dafs die Nebelbildung über gewissen bestimmtenStellen wiederkehrend erfolgt, während andere davon frei blei-ben. Die Phänomene an sich sind so häufig und gemein, dafssie keinem Meteorologen fremd seyn können, und selbst demgemeinen Manne sind sie bekannt, aber die Erklärung derselbenist noch immer nur hypothetisch. Man nimmt nämlich an, dafsdie einzelnen Stellen des Erdbodens durch ihre eigenthiimliche

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1 Aus Medic'al Repository by Mitchill and Miller. New-York1801. T. IV. in G. XI. 474.