ßten Juni 1786 unter 30° N. B. die Grenze des Passatwindesüberschritt, worauf dann bald der Himmel trübe wurde, undschon am 9ten unter 34° N. B. stellte sich ein bis zum l4ten an-haltend fortdauernder Nebel ein , welcher jede Beobachtung amHimmel unmöglich machte. Ungleichheit und Wechsel derTemperatur sind jedoch noch weit häufiger und stärker an denKüsten, wo die genügende Menge des Wassers zum Verdam-pfen nicht fehlt und der feuchte Boden nebst der über ihm be-findlichen Luft durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen stär-ker erhitzt wird, nach dem Aufhören dieses Erwärmungsmit-tels aber schneller und stärker erkaltet, als das in dieser Hin-sicht minder veränderliche Wasser. Diese allgemeine Ursachekann obendrein noch durch örtliche Bedingungen verstärkt wer-den , wie dieses namentlich an den englischen und norwegi-schen Küsten, desgleichen im Canale der Fall ist, wohin daswärmere Meereswasser des Golphstromes fliefst, und umgekehrtan der Ostküste von Nordamerica, wohin die Strömung deskalten Wassers der Polarmeere gerichtet ist. La Perouse 1kla«t daher sehr über die anhaltenden und unausstehlich dickenNebel an den Küsten von Neuschottland, Neufundland und derFludsonsbay, noch mehr aber darüber, dafs die Küste von Mon-terey und überhaupt von Californien fast unausgesetzt in dickeNebel gehüllt ist, mehr als die Ostküste von China, der chine-sischen Tartarei und von Labrador. Aehnliche Klagen führenCook., Ross, Parry, Scoresby und andere, aber die Sacheist schon aus den Berichten älterer Reisenden so bekannt, dafsdie neueren sie nur als solche kurz erwähnen. So sagt unterandern Kotzebue 2 3 4 , dafs an der Küste von Kamtschatka 18Tage unter beständigem Nebel und feinem Regen verstrichen,und v. Ciiamisso 3 von den Küsten der Insel St. Laurentii, Una-laschka, der Bucht von Avaschka und San Francisco, dafs zurSommerzeit auf dem Meere ein dicker Nebel ruht, welcher sichnur auflöst, wenn er vom Winde über das wärmere Land ge-trieben wird. De la Pilaye ^ berichtet von seinem Aufent-
1 Reise T. II. p. 383.
2 Entdeckungsreise in d. Siidsee u. s. w. Weimar 1821. 4. Th.II. S. 109.
3 Ebendas. Th. III. S. 161,
4 Mem. de la Soc. Linn. T. IV. p. 462.