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7,1 (1833) N - Pn
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F e u c h t e r.

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Expansion der eingeschlossenen Luft bedingten Kalte erklär-lich wird.

Schwerlich giebt es irgend einen Ort auf der Oberfläche derErde, wo niemals ein Nebel gebildet würde, ausgenommen dieje-nigen Gegenden, woselbst wegen übergrofser Trockenheit der LuftRegen und selbst Thau gänzlich fehlen, namentlich im Innernder asiatischen und africanischen Sandwüsten. Obgleich näm-lich die Temperatur an einigen Orten daselbst während der Nachtbeträchtlich herabsinkt, so ist es doch wegen der nachhaltendenWärme des dürren Sandbodens kaum möglich, dafs sie unterden Sättigungspunct der Luft mit Wasserdampfe herabgehenund dadurch die Bildung des Nebels bedingen sollte. Es sinddaher allerdings Gründe vorhanden, die Vermuthung vonKÄmtz 1 2 für richtig zu halten, dafs die von Reisenden in jenenGegenden beobachteten Nebel trocken und hauptsächlich ausfeinen Staubtheilchen bestehend gewesen seyn mögen. Im Gan-zen ist die Menge des Nebels an den verschiedenen Orten so-wohl rücksichtlich seines öftern Erscheinens, als auch seinerDichtigkeit der vorherrschenden Feuchtigkeit und dem leichte-ren oder häufigem Wechsel der Temperatur proportional. Amanhaltendsten und dicksten sind sie daher an den Küsten desMeeres oder grofser Seen, und zwar in steigender Progressionvon den Wendekreisen an bis zu den Polarkreisen , von welcherGrenze an sie jedoch nach Beobachtungen und Wahrscheinlich-keitsgründen wieder abnehmen. Unter den Polen selbst näm-lieh hindern schon die anhaltend langen Nächte und der ganzerstarrte Boden den Wechsel der Temperatur, und aufserdemist die letztere so niedrig, dafs die Luft überhaupt keine grofseMenge von Wasserdampf enthalten kann.

Auf dem offenen JSleere bietet die unermefsliche vorhandeneWassermenge die Mittel dar, die atmosphärische Luft mit Feuch-tigkeit zu sättigen, und wenn dann die Temperatur sinkt, soist hierdurch die Bedingung zur Nebelbildung gegeben. Dieregelmäfsigen Passatwinde sind jedoch trocken und hindernsomit die Sättigung der Luft mit Dampf, sobald aber die Schiffeüber den Bereich derselben hinauskommen, haben sie Nebel zuerwarten. La Perouse* erzählt daher, dafs sein Schiff am

1 Meteorologie Th. I. S. 372.

2 Voj-age de la Pe'rouse antour du Monde, publid par Millet-Mdueac. Par. 1797. IV. Tom. T. II. p. Ul.