Druckschrift 
7,1 (1833) N - Pn
Entstehung
Seite
12
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schmolzen, bis das Glas weder Körner, noch Streifen und Wol-ken, noch Blasen mehr zeigt. Die Körner sind noch unaufge-löster Quarz, sie verschwinden um so eher, je stärker die Hitzeoder je gröfser das Verhältnifs von Alkali ist; daher vermehrtman auf Glashütten , auf denen das Brennmaterial gespart wird,die Menge des Alkalis oft iibermäfsig und erzeugt dadurch einGlas, welches an der Luft leicht blind wird oder, nachdemes einige Zeit der Luft ausgesetzt gewesen war, schon bei 100°rauh und schülferig wird. Die Streifen und Wolken rühren vonGlasgalle her, die noch nicht Zeit hatte, sich über die Glasmassezu erheben, und die Blasen rühren vorzüglich von zurückgeblie-benem kohlensauern Gase her. Nach Beendigung der Schmel-zung schöpft man die Glasgalle ab, formt die Glasmasse undbringt sie dann in den Temperir- oder Kühl-Ofen, worin mansie vom Gliihpuncte aus allmälig immer weiter abkühlen lälst.Das Natronglas ist schmelzbarer und härter als das Kaliglas undwird zu den gewöhnlichen Zwecken vorzugsweise verwandt,während das Krön - und Krystallglas vorzugsweise Kaliglasenthält.

Die Verbindungen des Natriums mit Fluor, Chlor, Bromund Jod sind im Wasser löslich und krystallisiren in Würfelnund Oktaedern. Die wichtigste dieser Verbindungen, dasChlomatrium, wird theils als Steinsalz , theils durch Abdam-pfen der Salzsoolen und des Meerwassers als Kochsalz und See-salz erhalten. Es verknistert meistens im Feuer, schmilzt inder Rothgliihhitze , verdampft in stärkerer und löst sich in 2,STheilen kaltem und wenigstens 2,7 Theilen kochendem Wasser.Mit Schwefel ist das Natrium gleich dem Kalium in verschiede-nen Verhältnissen zu röthlichbraunen Massen verbindbar, dieals Nalronschwefelleber unterschieden werden und bei derenLösung in Wasser hydrothion- und hydrothionig- saures Na-tron entsteht. G.

Nebel.

Nebulci; Brouillard; Fog, Mist (sehr nasser Ne-bel), Ilaze (sehr dünner Nebel, das was in einem nieder-deutschen Provinzialismus Duft heifst).

Es ist bereits an mehreren Stellen dieses Werltes über denWassergehalt der Atmosphäre und überhaupt über die Bestand-