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sergehalts an 3er Luft verwitternd und in gelinder Wärme schmel-zend. Aufserdem giebt es ein anderthalb- und ein doppelt-hoh-lensaures Natron, wovon das ersterein festem Zustande, alsTrona, natürlich vorkommt, das letztere gelöst in den alkali-schen Mineralwässern.
Das essigsaure Natron erscheint in verwitternden, leichtin Wasser löslichen Säulen. Das talg- und ölsaure Natronmacht den Hauptbestandteil der hartem Seifenarten aus, dieman durch Behandlung des Fettes entweder mit wässerigemNatron erhält, oder mit wässerigem Kali unter späterm Zusatzevon Kochsalz.
Mit Alaunerde, Süfserde und Kieselerde, so wie mit denbeim Kali genannten schweren Metalloxyden geht das Natronganz ähnliche Verbindungen ein, wie dieses. Die bei geringe-rem Natrongehalte entstehende unlösliche Verbindung mit Kie-selerde ist das Natronglas. Man erhält dieses sowohl durchZusammenschmelzen der Kieselerde mit .kohlensaurem Natron,als auch mit kohlensaurem Kali und Kochsalz zugleich, sofernsich das zuerst entstehende kieselsaure Kali mit dem Chlorna-trium in kieselsaures Natron und Chlorkalium zersetzt, wel-ches nicht mit der Glasmasse mischbar ist und sich mit denübrigen Unreinigkeiten als Glasgalle erhebt; auch kann man dieKieselerde mit schwefelsaurem Natron, Kohle und etwas Kalkschmelzen (Glaubersalzglas). Durch Zusatz von Kalk läfst sichüberhaupt Natron ersparen (Kreideglas) , doch verschlechtert einUebermafs desselben das Glas.
Oxydirende Zusätze, wie Salpeter, arsenige Säure undBraunstein, die in sehr kleiner Menge angewandt werden, be-zwecken die Oxydation der etwa in den Ingredienzien enthal-tenen Kohle und des Eisenoxyduls, da erstere dem Glase einebraune, letzteres eine grüne Farbe ertheilen würde; doch be-wirkt eine zu grofse Menge der arsenigen Säure eine weifseTrübung, so wie ein Uebermafs von Braunstein rothe Färbungveranlafst. Das Gemenge dieser Ingredienzien, die Fritte,wird entweder zuerst in einem besondern Ofen, dem Frittofen,der schwachem Hitze ausgesetzt, oder kommt, wenn es nichtso sehr aufschäumt, sogleich in die Glashäfen. Diese sindgrofse, aus sehr gutem Thon geformte Tiegel, die sich zu 6und mehr in einem gemeinschaftlichen Ofen, dem Glasofen, be-linden. Die Masse wird hierin 12 bis 24 Stunden lang ge-