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6,3 (1837) Me - My
Entstehung
Seite
1512
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wichts offenbar kleiner, und die des zweiten Punctes gröfser,als diejenige Geschwindigkeit, welche jedes dieser Gewichtein einer ganz freien Bewegung beschreiben würde. Das er-ste, dem Ruhepuncte nähere Gewicht, hat etwas von seinerursprünglichen Geschwindigkeit verloren, während das zweitegewonnen hat, und da dieser gegenseitige Austausch der Ge-schwindigkeiten durch das Mittel eines um einen fixen Punctbeweglichen Hebels statt halte, so mufs dieser Austausch nachdem bekannten Gesetze des Gleichgewichts am Hebel statt ge-habt haben, so also, dafs der Verlust des ersten Gewichts zudem Gewinn des zweiten sich verhält, wie sich verkehrt dieEntfernungen dieser zwei Gewichte von dem Ruhepuncte ih-resHebels verhalten. Daraus undaus der Betrachtung, dafs diewahren Geschwindigkeiten dieser zwei Gewichte sich wie ihreEntfernungen vom Ruhepuncte verhalten müssen, konnte Ber-3 Soulli sehr leicht diese Geschwindigkeiten selbst, und da-durch die Bewegung des ganzen Pendels bestimmen.

Dieses ist in Wahrheit der erste streng wissenschaftlicheSchritt zur Auflösung jenes Problems von dem Mittelpunctedes Schwunges. Die Idee, welche demselben zum Grundelieot, ist eben so einfach als sinnreich. Aber Jacob Ber-noulli verfiel bei der Auflösung in einen Irrthum, indem erdie endlichen Geschwindigkeiten der beiden Gewichte mit denaccelerirenden Kräften verwechselte, durch welche jene Ge-schwindigkeiten hervorgebracht werden. Der Marquis delHopital bemerkte und verbesserte diesen Fehler im Jahre1690, dadurch wurde Jacor Beiixouli.i noch einmal aufseinefrühem Untersuchungen zurückgeführt und nun gab er die er-ste directe und strenge Auflösung des erwähnten Problems,eine Auflösung, die in der Geschichte der Dynamik sehr wich-tig ist, da sie eigentlich der Keim derjenigen Methoden ge-nannt werden kann, die späterhin dAlembert mit so vielGlück in dieWissenschaft eingeführt hat. Jacob Bernoui.t.itrug sie zuerst blofs in ihren Hauptzügen vor 1 , gab sie aberspäter völlig ausgebildet 2 . Er betrachtet hier zuerst neben deräufseren, auf den Hebel wirkenden Kraft der Schwere nochandere, aus der Gegenwirkung der Gewichte entspringende

1 Acta Enul. Lips. Ann. 1691.

2 Mein, de lAcad. de Par. 1703.