M e c li a n i k.
Mechanica, Mecanique; fllechan.ics.
Die Lehre von dem Gleichgewichte und der Bewegungder Körper. Die erste Abtheilung dieser Wissenschaft oderdie Lehre vom Gleichgewichte, wird Statik , die zweite aberoder die Theorie der Bewegung, wird Dynamik genannt.Außerdem unterscheidet man diese Zweige in Beziehung derihnen zum Grunde liegenden Körper. Für feste Körper jederArt werden die zwei erwähnten Benennungen, ohne weiterenZusatz, beibehalten ; für tropfbar flüssige Körper wird die Lehreihres Gleichgewichts Hydrostatik und die ihrer Bewegung Hy-drodynamik genannt, für luftförmige aber oder expansibele be-dient man sich der Ausdrücke: Aerostatik und Aerodynamik ,
oder Pneumatik, und für beide Aerometrie. Eine eigene Ab-theilung der Mechanik bildet endlich die Lehre von den ver-schiedenen Instrumenten, die man zur Erzeugung von Bewe-gungen für verschiedene Zwecke aufgestellt hat, die Maschi-nenlehre.
Nur diese letzte Abtheilung der allgemeinen Mechanikscheinen die Alten bereits näher gekannt und selbst, auf prak-tischem Wege wenigstens, beträchtlich ausgebildet zu haben;die übrigen Theile aber, die eigentliche Theorie der Wissen-schaft, besonders die der Dynamik, ist ihnen grofstentheilsfremd geblieben, und diese gehört daher den neuern Zeitenan. Dafs die Alten, auch ohne diese Theorie, schon sehrsinn'- und kunstreiche Instrumente ausgeführt haben, ist unsaus ihren Schriften, vorzüglich aus Vithtjv’s zehntem Buchebekannt, wo eine grofse Anzahl sehr zusammengesetzter Ma-schinen anfgezählt wird, die zu des Verfassers Zeiten undwahrscheinlich auch schon lange vorher allgemein bekanntwaren. Die grofsen Steinmassen und Säulen, welche die Ar-chitecten des berühmten Tempels der Diana zu Ephesus, Cte-VI. Bd. Ccccc