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Geschichte der Dynamik.

sammensresetztes Pendel. -Bei diesem letzten Pendel schwingtjeder der materiellen Puncte, aus welchem das System besteht,offenbar nicht so, als ob er allein da wäre, sondern diesePuncte hindern und stören sich gegenseitig in ihren Bewegun-gen. Die der Axe nähern Puncte verlieren einen Theil ihrer

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natürlichen Bewegung, und theilen sie den entferntem Punctenmit. Es giebt also hier unter den einzelnen Puncten des Sy-stems verloren gegangene und neu gewonnene Bewegungen.Wie es sich aber auch mit diesem Gewinn und Verlust dereinzelnen Puncte verhalten mag, so mufs es doch in dem gan-zen Systeme irgend einen Punct geben, der durch alle anderePuncte weder Gewinn noch Verlust' erhält, d. h. einen so be-schaffenen Punct, der um jene Axe, wenn er an sie durcheinen schwerlosen Faden befestigt wäre, so oscilliren würde,als wenn er ganz allein da wäre, als ob alle anderen Punctedes Systemes entweder gar nicht existirten oder auch, als obsie alle in diesem einen Puncte vereinigt wären. Den so be-schaffenen Punct nennt man den Mitlelpunct des Schwunges ,und es ist offenbar, dafs man jene die einzelnen Puncte ver-bindenden Stangen so klein, als man will, also auch unend-lich klein, annehmen kann, dafs es also auch in jedem Syste-me von körperlichen Puncten, und daher aujh in jedem soli-den Körper von irgend einer Gestalt einen solchen Mittelpunctdes Schwunges geben müsse, den zu finden eben die Aufgabeist, um die es sich hier handelt.

Der bekannte Geometer Mersexne, ein Franciscaner-mönch in Frankreich (geh. 1588, gest. 1648), der sich auchdurch seine Untersuchungen über die Cycloide berühmt ge-macht hat, war der erste, der die Frage von dem Mittelpunctedes Schwunges anregte. Er gab den Geometern seiner Zeit,wie es damals Sitte war, durch öffentliche Blätter das Pro-blem, die Gröfse eines Körpers von irgend einer Gestalt zufinden, der in einem seiner Puncte aufgehängt, seine Schwin-gungen in derselben Zeit vollendet, wie ein einfaches Pendelvon gegebener Länge. Descabtks suchte eine Auflösung die-ses Problems zu geben. Er kam darüber mit Roberval in.einen Streit, der die Auflösung des Descartes nicht alsrichtig anerkannte, und wohl den Weg zeigte, den man gehnsoll, um zu dem gewünschten Ziele zu kommen, aber diesenWeg selbst nicht ging, ohne Zweifel, weil die Analysis jener