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Mechanik.

ten der Ausbildung dieser Wissenschaft hier kurz verzeichnetzu finden, um einen neuen Beweis der alten Wahrheit zu er-halten, dafs die Kenntnisse, deren wir uns jetzt rühmen kön-nen, sich nur sehr lanosam und auf eine Weise entwickelthaben, auf die wir nicht eben sehr stolz zu seyn Ursachehaben.

I. Kurze Geschichte der Statik.

Eines der ersten Probleme, welches die Geometer nachdem Wiederaufleben der Wissenschaften in Europa beschäftigte,war das von der schiefen Ebene. Stevibt aus Brügge (-j- 1633) hatdie erste Auflösung dieses Problems gegeben, aber sie ist aufindirecte und von der Theorie des Hebels unabhängige Betrach-tungen gegründet. Er wurde dadurch auf die Bedingung desGleichgewichts zwischen drei auf einen einzigen Punct gerich-teten Kräften geführt, eine Entdeckung von dem gröfsten Ge-wichte für die Wissenschaft, da sie unmittelbar das bekannteParallelogramm der Kräfte in sich schloss. Allein Stevin 1erkannte die Wahrheit seines Satzes nur für den speciellenFall, wo die Richtungen von zweien dieser drei Kräfte auf ein-ander senkrecht stehen, und er bemerkte überhaupt nicht dieWichtigkeit und grofse Fruchtbarkeit dieses Satzes, der erstspäterhin sich zu der Wurde eines neuen Princips der Wissen-schaft erhoben hat.

Der berühmte Gauui (1642) gründete seine im J.1592 erschieneneStatik auf das neue Princip, dafs die-selbe Kraft erfordert wird, einen Körper auf eine gewisseHöhe zu bringen, als einen n mal so schweren Körper aufden nten Theil jener Höhe zu erheben. Daraus folgte so-fort, dafs bei je zwei im Gleichgewichte stehenden Körperndie darauf wirkenden Kräfte sich wie verkehrt die Räume ver-halten müssen, die sie in gleichen Zeiten zu durchlaufen sichbestreben. So ist z. B. bei der Schraube, wo die Last umdie Höhe eines Schraubenganges steigt, während die Kraft inhorizontaler Richtung die ganze Peripherie des Kreises durch-läuft , die Last zur Kraft, wie diese Peripherie zur Flöhe je-nes Schraubenganges.

1 Oeuvres mathem. 1605. Lat. von W. Snell 1608. und die Aus-gabe von A. Gibard. Leid. 1634. IV. T. fol.