wirtin, bekennen und tun knnt ofsenlich an disem briev, allen den die in sehen oder hörenlesen, daz wir durch notliche suchen willen, die uns zu disen Zeiten anliegen, mit wolbedachtemvereinten mut und mit gesampter haut und mit wissen gunst willen und des Crbern Crkengernvon Sawensheim, Thuinherrn des Stifts ze Mirtzburg, Conrads von Sawensheim, ritters,ineiner Süne und Sophie desselben Conrads ewirtin sür uns und unsere erben haben verkaufst,und geben zu kauffen an Hans N egelin und (Zerhusen sin eliche wirtin u. s. w."
Die Urkunde, welche dann die Specisication der verkauften Realitäten enthält, hat nur deßhalb Interesse,weil sie den Beweis liefert, daß Crkinger und Conrad Söhne des Crkinger und der Adelheid waren,Crkinger nannte sich damals noch „von Gottenheim", und fügte erst „von <Z netz heim" bei, als er durchKaiser Carl IV. am 6, Februar 1352 (am Sauct Dorotheen-Abend) sür seine dem Reich geleisteten Dienste Markt-rechte, Freiheiten sowie Stock und Galgen zu Gnetzheim erhalten hatte ^),
Der in „Vellage 39" erscheinende „Ckkelin de Sawensheim, Osficialis in Cntsee, der am 3.März (37? austritt , kann selbstverständlich nicht der i, I, (339 verstorbene Domherr sein, sondern ist wohl der,'dem gegenüber der Domherr als „der Aeltere" bezeichnet wurde, wie vorhin bemerkt, und ist wahr-scheinlich der Gatte der Ccktharina, der i. I, (333 dem Sohne Kaiser Ludwig des Bayern, Ludwig demBrandenburger, eiue Summe von 800 Pfund Heller vorstreckte; er war in guten Verhältnissen, denn i, I, s3?9 gaber auch den Burggrafen von Nürnberg einen Schuldschein zurück, den sie ihm sür ein Darlehen ausgestellt hatten.Am 22, Juni (393 erscheint er in der Fehde zwischen Thüngen und Mörlheim, wurde bei Cinnahme des SchloßesMainberg gefangen genommen und mußte sich mit 600 fl, auslösen^), (Der i, I. (396 gesangen genommeneCrkinger könnte aber auch der Gatte der Margarethe von Gemminzen sein, oder zwei Frauengehabt haben,) —
Crkinger von Seinsheim zu Kottenheim und Gnetzheim erscheint aus einer Orig,-Perg.-Urkundevon Augsburg, jetzt im k. Rcichsarchiv, i. I, (349 als der Schwiegervater des Marschalls Sigsried vonBiberbach, welcher erklärt, daß alle die Güter, die sein verstorbener Vater angesprochen, auch er anspricht, gegendas Capitel von Augsburg sicher sein sollen zwischen hie und Sanct Martinstag schierst, inzwischen Bischof Mar-quard von Augsburg und sein schweher Herr Crkinger von Sawensheim die Sache verrichten mögen.
An der Urkunde hängen die Siegel des Domprobsts, des Dechants, Capitels, des Marschalls Sigsried vonBiberbach und Crkingers von Seinshei m (Der fünfmal gespaltene Dreieckschild mit der Legende „H e rkenge rvon Sawensheim, Ritter"*^).
Biberbach kam später an die Fuggerstche Familie, in deren Archiv zu Augsburg der Revers einer Tochterdes vorgenannten Marschalls Sigsried verwahrt ist, iu welchem sie als Gattin des Kunz von Rosenberg i. I. s33sgegen st00 Pfund Heller aus die Ansprüche verzichtet, die sie von ihres Bruders, des Marschalls Aerkinger von Bi-berbach, wegen an Schloß und Mark Biberbach gehabt hat. Als Zeuge siegeln Heinrich von Seinsheim, zuGnetzheim, Sohn Crkiugers, folglich ein Bruder ihrer Mutter, dann der Marschall Sigsried von Pocksbergund Kunz von Rosenberg, ihr Gatte.
Somit war Heinrich von Seins heim zu Gnetzheim doppelt mit ihr verwandt, einerseitsdurch ihre Mutter, anderseits durch seine Gattin Margaretha geborene von R Osenberg. Gnetzheim gingvon seinem Vater Crkinger aus ihn über, der laut „Beilage 4st" am 2. September (333 dieß frei eigene Gut mitseiner Gattin Adelheid dein Bischof Albert zu Lehen ausgegeben hattest).
In jenen kriegerischen Zeiten wurden Külsheim, Hoheneck, Lenkersheim, Ippesheim, Cckersheim, dannRockenhausen und verschiedene andere Burgen und Orte eingeäschert, davon ein großer Theil nicht wieder aus-gebaut stst).
Allen voran an Kriegs- und Zerstörungslust war Mindsheim, Im Hussitenkrieg hielt es zwar zu dem Kaiser
Grig.-Perg,-Urkunde mit dem großen Siegel des Kaisers (abgedruckt als „Beilage fS") im fürstlichen Archiv zu Schwar-zenberg.
Dietrich von Thüngen hatte (Beilage 8s) den Ritter Hans von Ivertheim und seine Söhne mit Fehde überzogen, Ulainbergerobert und sie gefangen genommen und nach Reussenbnrg geführt. Dann weigerte er sich, dein Grafen Henneberg gegen Trlag derNAedereinlösungs-Summe von ; 90,20 Pfund Heller Ulainberg wieder herzugeben.
»«») Eg handelte sich um ein Tompromiß zwischen dem Bisthnm Augsburg und Johann Tonrad von Teck; der Act ist überschrieben: „IVie ein Domcapitel zu Augsburg an einem und Sigfrid Marschall von Biberbach und sein Bruder Hildebrand anderntheilswegen der Streitigkeiten über die Güter zu Asen, Zusamaltheiin, Tppisburg und Holzhausen an Herrn Bischof Marquard von Augs-burg compromittiren.
f) In der Geschichte der Familie Gumppenberg finden wir aus paZ. daß Stephan von Gnmppenberg, der i. I, s-svo
gestorben, in zweiter The die Tuphrosine Marschallin von Biberbach, in dritter die Tatharina, Marschallin von pocksberg zu Frauen hatte.
ff) Külsheim und Lenkersheim liegen ganz nahe bei Mindsheim, Hoheneck beherrscht den Höhenzug von Mindsheim bis Neu-stadt und das Aisch-Thal.
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