sönlichen Feinde geleitet wurden. Die Direktoren warenunter sich einige dem General Hoche eine große Machtzu übergeben, um die verhaßte Partei der Faktionenzu unterdrücken. Er nahm das Anerbieten an und schöncharakterisirt ihn bei dieser Gelegenheit sein Ausspruch:„Ich werde die Feinde der Republik besiegen, und habeich mein Baterland gerettet, zerbreche ich meinen De-gen." Dies waren bei einem Manne, wie Hoche,nicht Klose leere Worte; er hatte selbst etwa 2 Mil-lionen Franken von den am Mittelrhein eingezogenenSteuern zu diesem Unternehmen dem Direktorium zuGebot gestellt. Auf ein Schreiben Barras ließ erunter dem Verwände, nach Brest zu ziehen, ein Korpsvon 14 bis IS,000 Mann gen Paris anrücken. Mitden heftigsten Anfeindungen traten die Eonseils gegenHoche auf, General Willot verlangte förmlich, daß manihn in Anklagestand versetze. Das Direktorium selbstbangend vor der Gewalt, die es dem jungen Generaleingeräumt und das Schlimmste fürchtend, wie er die-selbe gebrauchen könne, ließ nun die Truppen zurück-gehen. Hoche ergrimmt über den Wankelmuth desDirektoriums, kehrte nach Wetzlar zurück und machtezugleich mehre Briefe bekannt als Beweis, daß er nurauf Befehl des Direktoriums gehandelt habe, bestandaber darauf, daß seine Angelegenheit öffentlich untersuchtund er in Anklagestand versetzt werde. Der am mei-sten gegen Hoche intriguirte, war Bonaparte, denn ersah in jenem nur einen gefährlichen Nebenbuhler, nahedaran sich der Zügel der Regierung zu bemächtigenund ihm also den Vorsprung abzugewinnen. Bona-parte hatte also nichts Eiligeres zu thun, als demDirektorium den Divisions-General Augerau, einenunruhigen republikanischen Kopf, zur Unterdrückungder Conseils zu senden.
Hoche lebte in Wetzlar, fest entschlossen mit seinerjungen Frau nach Deutschland zu fliehen, würde diePartei der Fünfhundert den Sieg davon tragen undhatte zu dem Zweck, selbst arm, sich eine Summe Gel-des gesammelt. Die Ereignisse deS 18. Fruktidor