->») 4» M-
würdiges Feld angewiesen werden, und so übergab ihmdas Direktorium im Jan. 1797 den Oberbefehl überdie Sambre- und Maas-Armee, die sich unter Moreauzu einem der tüchtigsten Heere der Republik herange-bildet hatte und in dem General en cliek Hoche einenihrer würdigen Führer erhielt. Der Geist des Feld-herrn ist in unsrer Strategie auch der der Heere; dierohen Massen entscheiden nicht mehr durch physischesUebergcwicht, nur die moralische Kraft, das Bewußt-sein dessen, wofür die Waffen geführt werden, gibtden Entscheid, und dann sind die Krieger auch mehrals willenlose Maschinen, wenn sie auch noch so blindfolgen den intellektuellen Einsichten ihrer Führer.
Hoche kannte nur die That, sie hatte ihn groß ge-zogen und ihm den Ehrgeiz zum Geleite gegeben, erdurstete daher nach Thaten, als er sich am Mittelrheinedem Feinde gegenüber sah. Da Entschluß und Han-deln bei ihm gleichsam ein Begriff, so eröffnete er1797 den Feldzug bei Neuwied, dessen Gang undFolgen oben in der übersichtlichen Einleitung näherangedeutet worden.
Der Abschluß der Friedens-Präliminarien von Leobenriefen Hoche wieder vom Schauplatze ab, aber dieBeendigung der Kriege nach Außen weckte nur um solebendiger die Streitigkeiten im Innern Frankreichs.Feindselig standen sich das Direktorium und die Conseilsdas heißt die Revolutionare und die geheimen AnHan-ger der Monarchie gegenüber. Hoche, immer treu denGrundsätzen der Revolution, haßte alle Faktionen undwar ein abgesagter Feind der Anarchie. Er sah wohlein, daß Frankreich einer Negierung bedurfte, die insich befestigt, den Faktionen die Spitze bieten konnte;aber wahrscheinlich fürchtete er die Folgen einer Ge-gen-Revolution und hielt es für leichter die Ordnungzu^ befestigen durch die, welche die Gewalt schon inHänden hatten; daher übernahm er, dem nur dasWohl seines Vaterlandes am Herzen lag, auch dieexekutive Gewalt gegen die Conseils, die von Pichc-grü, dem alten Nebenbuhler seines Ruhmes und per-