-Ätz ZI
Ucber das weit sich hindehnende Dorf zum Wei-ßenthurm, in dem einzelne Gruppen Soldatenbemerkbar, und seine Obstgärten folgt das Auge dermit Soldaten belebten Schiffbrücke bis zu den Ver-schanzungen des Neu wie der Werths, auch Fran-zosen-Insel genannt, und von hier bis zu der aufdem rechten Ufer gelegenen Brückenschanze. Hier istdie Schlacht in vollster Thatigkeit. Links das bren-nende, von den Franzosen schon genommene Heddcs-dorf. Die meisten der östreichischcn Verschanzungcn sindschon in der Franzosen Gewalt, die ihre Schlachtlinieimmer mehr nach den Höhen zusammenziehen. Die großeNedoute auf dem Bering (m. s. die Einleitung) isteben auch mit Sturm erobert; noch fallen einzelneSchüsse der Tapfern, die sie vertheidigten und denFeind hier den Sieg theuer erkaufen ließen. Eben andiesem Punkte war es auch, wo die Tapferkeit der Fran-zosen sich im schönsten Lichte zeigte. Wurden auch die
für Napoleon erklärte, gegen de» Kaiser, nahm aber, als cSbei ihm Ueberzeugung geworden, Frankreichs Glück hangevon dem Unternehmen Napoleon's ab, dessen Partei, undlegte während des letzte» Feldzugs wieder die schönsten Pro-ben seines Feldherrntalentes und persönlichen Muthcs ab.Napoleon dankte zum zweiten Male ab, und Marschall Ney,der alle Mittel abgelehnt, sich für den Augenblick seinen Fein-den zu entziehen, wurde am 6. August zu Befsonis verhaftet.Am 10. November 1816 wurde er vor ein Kriegsgerichtgestellt und von der Pairskammcr mit 169 Stimmen gegen16 zum Tode verurtheilt. Im Garten des Luxemburg wurdeer am 7. Dezember, Morgens nach 8 Uhr, erschossen. Selbstkommandirte er die Soldaten, die ihn erschießen sollten, undvon sechs Kugeln, die sein Herz trafen und von vier die ihmdurch Hals und Arme gingen, durchbohrt, fiel der Bravsteder Braven — wie er gelebt, so starb er — ein Held.Kaum 47 Jahre alt, schloß er seine Heldenlaufbahn, auf derer während fünf und zwanzig Iahren seine Krieger immer zumSiege geführt hatte. Er hinterließ eine Gattin und vierSöhne. Sein Prozeß wurde revidirt und seine Unschuld er-wiesen, sein Andenken war gesühnt; was er gethan, that eraus reiner Liebe zu seinem Vaterlande.