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mit lautem Kriegsgesange gegen die Redoute anrückendenReihen der Franzosen von dem Kartätschen-Feuer derOestreicher niedergeschmettert, rasch schlössen sich dieLinien wieder, um mit derselben Kaltblütigkeit denAngriff zu erneuern. Die Massen waren von einerIdee beseelt, welche Alle wie den Einzelnen begei-sterte und den Muth der Krieger, im eigentlichenSinne des Wortes bis zum Enthusiasmus steigerte,weshalb sie auch alle mit kalter Entschlossenheit dasLeben einsetzten — Keinen schreckte der Tod. DemEapitain Gros, der die letzte Abtheilung gegen dieRedoute führte, wurde der rechte Arm durch eine Kar-tatschen-Kugel zerschmettert, — er wich aber nicht von lseinem Posten, ermuthigte seine Krieger zum Angriffeund war einer der Ersten unter denen, welche, durchsein heldenmuthiges Beispiel angefeuert, die feindlicheSchanze erstiegen und die dreifarbige Fahne aufpflanz-ten. Durch die moralische Kraft, welche die Idee, fürwelche sie in's Feld zogen, bei ihnen weckte und zueinem patriotischen Fanatismus steigerte, wurden selbstdie Geringsten der französischen Soldaten in den Feld-zügen der Republik zu Helden, und daher auch dievielen Züge des größten Heldcnmuthes und wahrhastheroischer Aufopferung bei allen Klassen aus jenenZeiten. Der Krieger, der im Kampfe siel, starb inseinem und seiner Kameraden Bewußtsein als einMärtyrer der Freiheit, weshalb die kühnste Todesver-achtung, die keckste Tollkühnheit in jenen Heeren etwasGewöhnliches. Ihrem Ungestüm setzten die östrcichi-schen Truppen besonnene Ruhe und ernste Tapferkeitentgegen — es wurde von beiden Seiten mit gleichemMuth, gleicher Ausdauer und Beharrlichkeit gefochten,und nur die Uebermacht entschied für die Franzosen,welche, den Sieg bei Neuwied mit raschem Entschlüssebenutzend, sich eine Siegesbahn eröffneten, die für dieSambre- und Maas-Armee und ihren edlen Führer nurdurch die Unterzeichnung der Leobener Präliminarienunterbrochen wurde.
Dies in wenigen Zügen die Beschreibung und Schil-