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weißes Gehöfte: die schöne Aussicht und hinter dem-selben, durch das dichte Gebüsch kaum bemerkbar, dassogenannte Jägerhaus. Born auf der Spitze derRheinbiege liegt im hellsten Sonnenschein das DorfUrmitz, für das Auge auf dem gewählten Stand-punkte, gleichsam auf dem kleinen U rm i tz er Werth oderKaninchen-Insel, um welche die spicgelhelle Flut desRheines spielt, die sonnigen Ufer mit den Dörfernund Städten lieblich wiederspiegelnd. In der weitenEbene, die sanft nach den Hügeln ansteigt, gewahrtman nicht weit vom Rheinufer ein altes Heiligenhäus-chen und Kapelle: der gute Mann; in ihrer Aus-dehnung von Süden nach Norden hält das bei unsstationirende Korps unsers Heeres seine Herbstlagcr undseine großen Manoeuvers, welche der Hochselige KönigFriedrich Wilheim III. und unser König FriedrichWilhelm IV. als Kronprinz in höchsteigener Per-son schon abhielten- Die weite Ebene ist ein segen-reiches Ackergelände; nur von Feldwegen und ein-zeln stehenden Baumen unterbrochen. Folgt ihr derBlick nach Norden, so überrascht ihn hinter demKetticher Berge ein eben Halt machendes Husaren-Regiment, das in Colonnen angerückt ist; durch dietiefliegende Straße, die von Plaidt zum Rhein führt,zieht ein Artillerie-Park und aus der Ferne defilirennoch mehre Infanterie-Regimenter über die weitenSaatfelder dem Rheine zu. Im Bordergrunde hateine Brigade Fuß-Artillerie mit ihrem Geschütz undihren Munitionswagen Halt gemacht, vor der einInfanterie-Regiment in Colonnen, das Gewehr imArm, durch den Hohlweg an der Nordseite des Wci-ßenthurms ebenfalls auf den Rhein zu marschirt. Essind die letzten Abtheilungen der Sambre- und Maas-Armee, die unter dem General e» clicck'H o che überden Rhein setzt, und von welchen das Auge gleich aufeine lebendige Reitergruppe gezogen wird, die hinterder festen Warte, dem Weißenthurme hält, welcheErzbischof Kuno von Falkenstcin als letzte Schutz-wehr gegen das Erzstift Köln aufführen ließ- Gene-