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Das von den Gebrüdern Simon und Niklas Meister gemalte Rundgemälde des schönsten Punktes des Mittelrheins, von Ehrenbreitstein bis Hammerstein : belebt durch den vierten Rheinübergang der Franzosen unter General Hoche 1797, topographisch-historisch erklärt ; mit einer übersichtlichen historischen Einleitung und Umrissen zu einer Biographie des General Hoche
Entstehung
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-«s 22 Af-felner wunderherrlichen Aussicht fließt der Jsbach, andem vorbei sich die neue Kunststraße durch die Thal-schlucht windet, zum Saynbach, der unterhalb Engersin den Rhein fällt. Am Fuße der Ruinen gewahrtman das Dorf Sayn und der über den Baumgrup-pen aufwirbelnde Rauch mahnt an die mit Recht ge-rühmte Königliche Eisenhütte- (Bis an den Anfang deslt. Jahrhunderts können wir urkundlich das Geschlecht der Gra-fen von Sayn nachweisen, wenn es auch historisch ungewiß, daßschon, wie die Nassauer Chronik erzählt, im zehnten ein GrafFriedrich von Syne die Beste erbaut. Die Burg kam 1148an das Erzstift Trier, das sie den Grafen wieder zu Lehn über-gab. Das in der rheinischen Geschichte so merkwürdige Grafengc-schlecht starb 1248 mit Heinrich III aus. Die Güter kamen anSponheim, dessen Sayn'sche Linie sich t294 unter Johann >und Engelbert theilte, welcher Letztere Stammvater der Sayn-Wittgenstein'schen Linie. Heinrich IV- starb lkt >6 und mirihm der männliche'Stamm, und seine Erben mußten sehen, daßTrier die Saynburg besetzte und sich mit Köln in die Besitzun-gen als erledigte Lehen theilte. Während des dreißigjährigen Krie-ges hielten die Schweden die Burg besetzt, die während der Raub-züge Ludwigs XIV- ganz zerstört wurde und jetzt in ihren Ruineneine Partie der Gartcnanlage des Grafen Boos-Waldeck bildet.)

Mit Entzücken weilt das Auge auf dem von reich be-buschten und in sanften Linien sich hinziehenden Berg-kranze, umschlossenen Segen des alten Angaris oderEngersgau; am Berghange liegen im Gebüsche halb-versteckt die Dörfer Heim dach und Weiß, und aufmäßiger Höhe, deren Hintergrund ein sonnenhellesThal mit hügcligtcn Rücken, an welches sich der süd-lichste Vorsprung des Westerwaldes, die schroffe Altcckschließt, erhebt sich die hcllschimmerndc Abtei Ro-mersdorf, deren hinsichtlich mittelalterlicher Bau-kunst sehr merkwürdigen Kreuzgang und Kapitelsaalder jetzige Besitzer Freiherr von Stolzenfels, ge-mäß Vertrag, zu erhalten verpflichtet ist. (Im Jahrelllsi ließe» sich Benediktiner aus der Schweiz hier nieder, muß-ten aber wegen Mangel an Einkünften das Kloster verlassen, wel-ches 1133 durch Erzbischof Adalbert Prämonstratenscrn überlassenwurde, denen die Abtei, berühmt wegen der Gelehrsamkeit ihrerMönche bis I8N3 blieb, wo sie an Nassau kam.)