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Am Fuße des Langenbergs, jenseits der Straße ge-wahrt man das gewerbreiche Benders, mit seinemEisenwerke und theilweise uralten Kirchenbau. (B cd Ni-tz o r f oder Bedendorf finden wir schon im !). Jahrhundert als eine»Hauptort des Engcrsgau, später war die Abtei Laach hier begütert.)
In lichtem Sonnenglanze überrascht der Rhein, denman in seiner östlichen Thaltiefung schon geahnt, dasAuge, wie ein goldener Spiegel, von keinem Wolken-schatten getrübt, nur leise von den aus den östlichenQuerthalern spielenden Lüstchen gekräuselt, schimmerter herüber und zieht den Blick unwillkürlich mit sichfort. Diesseits der Strasse, die am Stromufer fort-läuft, sehen wir Engers, das sich mit seinem Schloß-gebäude am Flusse hinzieht. (Eigentlicher Name EngerS,welches Graf Wilhelm >. von Wied durch Urkunde Karl's IV.vom Jahre 1357 zur Stadt zu erheben berechtigt war, späterKunostein-Engers, denn der mächtige Erzbischof Trier's,Kuno von Falken stein, der selbst lange Zeit Verweser desErzstiftcs Köln, ließ hier 1368 oder 1372 eine feste Burg er-bauen, um die Rhcinstraße gegen den wegelagcrndcn GrafenWilhelm l von Wied, dem er Engers mit Waffengewaltentrissen, und die Raubritter des Wcsterwaldes zu schützen. Derjetzige Schloßbau ist ein Werk des Kurfürsten von Trier, JohannPhilipp von Walderdorf, der die alte Beste schleifen undan ihrer Stelle 17S8 das jetzige Schloß aufführen ließ, welchessein Nachfolger Clemens Wcnzeslaus vollendete.) Der Bor-dergrund wird jetzt immer flacher, ein weites Ackerge-lände, da die Bcrgsäume in einem nach Westen offe-nen Bogen mehr und mehr vom Flusse zurücktreten.Reizend ist aber die doppelte Bergschlucht, aus dervon freistehender Kuppe die Ruinen der alten Grafen-burg Sayn hcrüberwinken. Rechts zieht sich an derRuine das B rö ch sc- oder Prcchtsthal hinauf, ausdem die Bröchse dem Rheine zueilt, links von der Ruinevon dem sonnigen Berghange, auf dem sie liegt, inseiner Fortsetzung nach Osten jetzt TelegraphenBerg genannt, weil auf dieser Höhe eine Telegraphen-Station, und der mehr im Dunkeln liegenden Kuppedes Renner - oder Friedrichsberg mit seinen freund-lichen, einladenden Anlagen und Buschpartien und