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welcher im Süden die Thalebene des rechten Rhein»ufers schließt, bis nahe an den Fluß aus.
Dies in allgemeinen Umrissen die Schilderung dergroßartigen Landschaft, wie sie den Beschauer ringsumgiebt, eben so schön durch die perspektivische Tau»schung, als anziehend durch die malerische Wirkungund — man könnte fast sagen zu gewissenhafte —Treue, mit der Alles auch das Kleinste der Details,das Senken und Satteln der Bergsaume, die Formender einzelnen Berge bis in die weitesten Fernungenderselben, welche das unbewaffnete Auge kaum zu be-merken vermag, wiedergegeben ist. Es galt hier einwahres, treues Spiegelbild der Natur in wahrhaftmalerischer Wirkung auf die Leinwand zu bannen unddies haben die Künstler verstanden, ohne dem künstle-rischen Effekte im Geringsten zu nahe zu treten. —
Betrachten wir die reizende Gegend in ihren De-tails, so lockt im Süden der freundlichste Sonnenschein,der über die Bergrücken spielt, den Blick, und hierbilden die stolzen, drohenden Zinnen der alten BesteHermann stein, jetzt bedeutungsvoll Ehren-breitstein genannt, das rheinische Gibraltar,wie ein Engländer schön bezeichnend die Festungnennt, den Punkt, der zuerst in's Auge fällt. (Schonvon den Römern ward diese Höhe mit einer Schutzwarte versehenund kommt schon im 7. Jahrhundert unter dem Namen Jrmen-stein, Herrinbert und Herbilstein als dem ErzbisthumeTrier zustehendes Lehen vor, daher auch das Geschlecht der Her-ren von Ehrenbreitstein, Vasallen der tricrischen Kirche. Erzbi-schof Hiilin oder Hermann ll 152—1169) ließ die Beste bedeu-tend verstärken; eine neue Vorburg wurde durch Ludwig denStadtschultheiß von Trier aufgeführt und Helfen- oder Her-manstcin genannt, die 1532 mit der Hauptburg verbundenwurdc, nachdem Erzbischof Johann von Baden (1481 — 1484) denganzen Bau vergrößert und mit einem Brunnen versehen hatte.Die folgenden Erzbischöfc Tricr's ließen sich bis zum Anfange des18. Jahrhunderts die Fclsenveste besonders angelegen sein, indemsie nach und nach immer mehr zweckdienliche Vcrschanzungcn an-legten. Im Jahre 1632 ward die Beste zum ersten Male durchList durch die Franzosen unter Büssy eingenommen, der aberwieder nach fünfjähriger Umlagerung durch Hunger zur UeSergad.