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Krystallogenie.
des fremdartigen Zusatzes nicht erwiesen und weniger wahr-scheinlich und die Einwirkung dieser Stoffe ist vielleicht Molsdaraus zu erklären , dafs sie in der Mutterlauge bleiben undhierdurch einen nicht weiter zu erklärenden Einflufs auf dieVereinigung der krystallisirenden Theilchen nach bestimmtenGesetzen ausüben, welcher eine andere Form zur Folge hat.
Von der so eben aufgestellten Hegel , dafs einerlei Materieblofs die Formen eines und desselben Krystallsystems annimmt,die mit einander vereinbar und von einer gemeinschaftlichenGrundform abzuleiten sind, giebt es jedoch mehrere Ausnahmen,sofern manche Substanzen dimorph und selbst trimorph sind,d. h. Krystalle liefern können, die zwei oder drei verschiedenenSystemen angehören, oder wenn auch einerlei Systeme , doclimit solchen Winkelverschiedenheiten , dafs sie nicht aus einergemeinschaftlichen Grundform abgeleitet werden können. Aufdiesen Dimorphismus und Trimorphismus hat zuerst Mits C ji r ll-licii aufmerksam gemacht. Die im Mineralreiche vorkommen-den Fälle sind folgende. Der kohlensaure Kalk gehört im Kalk-spathe dem rhomboedrischen Systeme an, im Arragonit dem 2-undSgliedrigen ; das Doppelschwefeleisen zeigt im Schwefelkieszum regulären Systeme, im Wasserkies zum 2 - und 2gliedrigenSysteme gehörende Gestalten ; das Titanoxyd kommt als Rutilund als Anatas vor und wiewohl die Formen beider Mineraliendem quadratischen Systeme angehören, so sind doch die Win-kel so beschaffen, dafs sie sich nicht auf einander zurückfiihrenlassen. Der Kohlenstoff zeigt, als Diamant, zum regulären Sy-steme gehörende Krystallgestalten, als Graphit zum ögliedrigenSysteme gehörende. Mit der verschiedenen Krystallform sindauch Verschiedenheiten hinsichtlich des specifischen Gewichts,der Härte , der Farbe u. s. w. Verbunden. Zwar läfst sich gegendiese Ausnahmen einwenden , dafs durch Stiiomeyeä im Arra-gonit eine kleine Menge von kohlensaurem Strontian gefundenWorden ist, der dem Kalkspathe fehlt, dafs im Graphit demKohlenstoffe etwas Eisen beigemischt zu seyn pflegt, währendder Kohlenstoff des Diamants rein ist, und dafs vielleicht bei ge-nauer Untersuchung auch bei den übrigen genannten Mineralienchemische Verschiedenheiten aufgefunden werden möchten. Al-lein theils ist die Menge des Strontians im Arragonit sehr geringeund mancher Graphit scheint reiner Kohlenstoff zu seyn, theilslassen die folgenden Erfahrungen über künstliche Bildung von
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V. Bd. Rrrr