Geschichtliche s. 1339
erworben durch Unlersuchungen über die 4axigen Gestalten.Auch in seinen Arbeiten liegt das Bestreben, die gerengesetz-liclie Ableitbarkeit aller Krystallgestalten aus den liauptaxenlosen3»Iiedrig 4axigen wahrscheinlich zu machen. Er ist ferner be-müht, eine Art von Abhängigkeit nachzuweisen zwischen denKrystallformen chemischer Verbindungen und denen der ver-bundenen Urs tolle.
T5ueitiiaui‘t’s eigentlnimliche Ansichten sind oben bereitserwähnt. Er bedient sich theils der Weifsischen, theils derKaumannischen Zeichensprache. Genauere Bestimmungen derursprünglichen Malse bei den Krystallreihen sehr vieler Sub-stanzen hat ihm die Wissenschalt zu danken.
Raumer 1 hat sich vorzüglich bemüht, die ersten Elementeder Krystallkunde auch solchen zugängig zu machen, die vorhernoch nicht sich mit mathematischen Studien beschäftigt haben.Er behandelt eine nicht geringe Menge einzelner Lehren auf einesehr fafsliche zweckmäfsige Weise.
Es bleibt nunmehr noch zu bemerken , dafs die wissen-schaftliche Krystallkunde bereits sich in allen bessern neuerenund neuesten Werken über Mineralogie und zum Theil auchüber Chemie und Physik ihren Platz errungen hat und dafsdiese mitunter reich sind an einzelnen , in das Gebiet der Kry-stallknnde einschlagenden, eignen oderileifsig zusammengetrage-nen fremden Beobachtungen , mitunter auch durch eigentüm-liche Art des Vortrags der in ihnen enthaltenen krystallographi-schen Lehre u.s. w. sich auszeichnen.
ln dieser Beziehung mögen hier noch erwähnt werden dieKamen v. Leonhard 2 , Hartmann 3 , Phtulits 4 , Eeudant 5und L. Gmelis 6 .
1 "Versuch eines Abc-Buchs der Krystallkunde.
2 Handbuch der Orj’ktognosie.
8 Die Mineralogie in sechs und zwanzig Vorlesungen.
4 Elementary introduction to mineralogy. 3te Ausgabe. (Vor-züglich reich an vielen neuen Beobachtungen und Winkelmessungen,die jedoch zum Theil nicht den erforderlichen Grad von Genauigkeitzu haben scheinen.)
5 Tratte elementaire de mine'ralogie.
6 Handbuch der theoretischen Chemie. 3te Auflage.