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5,2 (1830) I und K
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Kl ima.

demselben erwärmten und hauptsächlich mit Wasserdampf g e .sättigten Luftmassen die tiefe Erkaltung nördlicher Gegenden,indem die grol’se specifisclie Wärmecapacität des Wassers umsowirksamer ist, je mehr Wärme hiernach im Sommer von dem-selben aufgenommen und im Winter wieder abgegeben wird,Rumford 1 hat dieses hauptsächlich erläutert und zugleich nochden Umstand berücksichtigt, dai's die Wassertheilchen der Ober-fläche ihre Wärme an die berührende Luft abgeben, dadurchschwerer werden, herabsinken und wärmeren aufsteigenden Platzmachen. Dieser Einflufs findet übrigens nur so lange statt, alsdas Wasser nicht mit einer Eisdecke belegt ist, und mufs dahernamentlich in Beziehung auf die Winterkälte an den Küsten desMeeres stärker seyn, als an den Ufern grofser Siifswasserseen,und ist aufserdem am auffallendsten an den westlichen europäi-schen Küstenländern, wohin der Golphstrom die UngeheuernBlassen des unter dem Aequator am stärksten erwärmten Wassers■wälzt, weswegen auch schon oben 2 bemerkt worden ist, dafs jeneihr ungewöhnlich warmes Klima ohne Zweifel verlieren würden,wenn nach der Durchgrabung der Landenge von Panama jenerriesenhafte Strom ganz aufhören oder mindestens sehr vermin-dert werden sollte.

Berge sind von bedeutendem Einflüsse auf die klimatischeBeschaffenheit der Oerter, hauptsächlich weil die auf ihnen an-gehäuften grofsen Eismassen und selbst ihre eigene überwiegendeKälte und grofse Feuchtigkeit die auf ihnen ruhenden und sieumgebenden Luftmassen abkühlen, zugleich auch, weil sie dieRichtung und Stärke des Windes bedingen und auf die Reuen-menge der benachbarten Gegenden einen nicht geringen Einflufshaben. Einzelne hervorragende Pic’s geben daher nicht dasei-gentliche Bergklima, weil ihre Blassen hierfür zu unkräftig sind,und ihr Einflufs erstreckt sich daher nicht viel weiter als auf diehöhere Kälte, welche mit der gröfseren Erhebung über derMee-fesfläche nothwendig verbunden ist. Grofse Gebimsmassen da-gegen, als die Alpen, die Pyrenäen, die Cordilleren, dieMonds-berge, der Himlaya u. a., kühlen die Luft ab, welche sich dannin die Thäler und umgebenden Ebenen herabsenkt, wie z. B.die Flitze in Bladrid durch die von den Pyrenäen kommenden

1 G. I. 445.

2 Vergi. Th, III. S. 1003.