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Kali um.
welches durch Aufnahme des Sauerstoffes den Wasserstoff des !Wassers und das Ivalium des Kali’s frei macht; oder, nachCuiiaudeau, Biujnnek u. A., indem man kohlensaures Kali mitKohle in Gefäfsen aus Schmiedeeisen weifs glüht, wobei sichKohlenoxydgas und Kaliumdampf entwickelt.
Das Kalium ist das leichteste Metall, indem sein specifi-sches Gewicht nur 0,865 beträgt. Es ist zinnweifs , bei 0°C,brüchig, bei 19° weich wie Wachs, bei 25“ unvollkommen, hei58° vollkommen flüssig; es verwandelt sich etwas unter derRothglühhitze in einen grünen Dampf. Es leitet gleich andernMetallen die Wärme und Elektricität.
Seine Verbindungen mit Sauerstoff sind das Kaliumsüboxyd,das Kali und das Kaliumhyperoxyd.
1) Das Kaliumsuboxyd bildet sich, wenn fein zertheiltes 1Kalium mit viel weniger Luft oder Sauerstoffgas in Berührungsteht, als zu seiner Umwandlung in Kali nöthig ist, oder wennes mit Kali erhitzt wird. Es ist grau, nicht metallglänzend, sehrschmelzbar und spröde und entzündet sich an der Luft schon bei20° bis 25° C. Vielleicht ist es blofs ein Gemenge von Kaliumund Kali.
2) Das Kali , Kaliumoxyd oder vegetabilische Allcali (39,2Kalium auf S Sauerstoff) bildet sich bei vollständigerer Oxyda- ,tion des Kaliums. Die Affinität dieses Metalls zum Sauerstoffist so grofs, dafs es sich nicht blofs bei gewöhnlicher Tempe-ratur an feuchter Luft allmälig in Kalihydrat verwandelt, son-dern es zersetzt auch bei gewöhnlicher Temperatur das Wasser ,und bei etwas erhöhter die sämmtlichen Sauerstoffsäuren und die ;meisten Metalloxyde und ihre Salze, immer unter Wärme - undmeistens auch unter Feuerentwickelung; auf Wasser geworfen .entwickelt es Wasserstoffgas, welches beim Zutritt von Luft ;sich entzündet und seine Entzündung dem Kalium mittheilt. Inallen diesen Fällen bildet sich Kali. Man erhält dieses in rei-nem Zustande , wenn man das durch Verbrennen von Kalium ii)trocknem Sauerstoffgas erhaltene Kaliumhyperoxyd durch hefti-ges Glühen vom überschüssigen Sauerstoff befreiet, oder wennman Kalihydrat mit so viel Kalium erhitzt, als zur Zersetzung 1des Hydratwassers nöthig ist. Das reine Kali ist grau und spröde,schmilzt in mafsiger Glühhitze und verdampft erst in viel stär-kerer; es ist geruchlos, aber von sehr ätzendem Geschmack, sowie es von allen Alkalien die stärkste ätzende Wirkung besitzt,