Druckschrift 
5,2 (1830) I und K
Entstehung
Seite
816
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giß Kaleidoskop.

und . 360 °a, und die letzten durch fünf- und sechsmalige

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Zurückwerfung entstandenen Bilder würden zu matt werden.

Bei dem Kaleidoskop hat man es am besten gefunden, stattbelegter Spiegelgläser nur unbelegte, aber hinten schwarz lackirtoGläser (von reinem, wohl geschliffenen Glase) zu nehmen. Jenenämlich zeigen, besonders dann, wenn Auge und Gegenstanddem Glase sehr nahe stehen, doppelte Bilder, welche die Schön-heit der vervielfachten Bilder, indem sie jedes als verdoppeltundeutlich machen, vermindern. Sind die Gläser hinten schwarz,so ist es nur die vordere Spiegellläche, welche Spiegelbildergiebt, und die hintere fläche des Glases rellectirt keine Strah-len. Die Bilder sind bei dieser Art von Spiegeln allerdings mat-ter, als bei gewöhnlichen Spiegeln, aber die Reinheit jedes Bil-des giebt ihnen , wenn man nicht zu viele wiederholte Zurück-werfungen fordert, dennoch den Vorzug.

Etwas von der Einrichtung des Kaleidoskops verschiedenist das Niirnbei-ger Slrahlenhäslchen. Hier bilden nämlich dreiSpiegel ein£ gleichseitige abgekürzte Pyramide ; die Spiegeltis-chen sind gegen das Innere der Pyramide gekehrt, und man bringtvor die kleinere offene Grundlläche ein durchscheinendes, dieserDreiecksfläche gleiches Bild ; vor der Mitte der gröfsern Grundflä-che wird eine Oeffnung zum Hineinsehen angebracht. Fafst man«un eine Ecke jenes dreiseitigen Bildes ins Auge, so sieht man so-gleich , dafs sich diese und mit ihr das ganze Bild, sechsmal aneinander gefügt, darstellt; eben diese Versechsfachung findet anjeder der drei Ecken statt. Aber da jedes dieser an der einen Eckeentstehenden Bilder sich als eine Erweiterung des Hauptbildes audieses anfügt, so geben die an der zweiten und dritten Ecke ent-stehenden Bilder an der ersten Picke neue Bilder, und das stanze

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Gesichtsfeld ist in sehr breiter Ausdehnung mit diesen Bildernerfüllt. Da das Auge sich in der gröfsern Grundlläche der Pyra-mide befindet, so treten die Bilder etwas hinter die Ebene derandern Grundfläche zurück. Uebrigens werden hier, wo die ausden Vervielfachungen um einen Eckpunct entstehenden neuenBilder durch sehr vielmalige Reflexion hervorgebracht werden,diese Bilder matter. In dem Strahlenkästchen, welches ich hierbeschrieben habe, ebendem, welches Gilueht erwähnt*, sind

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