Druckschrift 
5,2 (1830) I und K
Entstehung
Seite
812
Einzelbild herunterladen
 

812 Is. a 1 e i d o p li o n.

fafsten und anfgeschrobenen , inwendig foliirten, 0,4 Z. Durch-messer haltenden Glasperle bestellt, deren eine OelFnung in derFassung steckt, die andere aber verschlossen oder geschwärztwird, um die Ilegehnäfsigkeit der Lichtreilexion nicht zu stören.Sollen sie farbiges Licht rellectiren , so müssen undurchsichtigeFarben auswärts auf der Perle aufgetragen werden. Auf demzweiten ähnlichen Stahe b befindet sich eine bewegliche Platte,deren Ebene horizontal, schief oder lothrecht gestellt werdenkann und auf geschwärzter Fläche verschiedenfarbige , symme-trisch geordnete Knöpfe trägt. Der dritte Stab c ist vierkantigund oben mit einer ähnlichen Platte, als die eben beschriebene,versehen. Hierzu kommt noch ein vierter, in der Mitte recht- *winklig umgebogener d, mit einem ähnlichen Knüpfchen, als aufdem ersten. Aufserdem befindet sich in dem Brete neben demersten Stabe noch eine TJufs, mit einer Schraube befestigt, um disRigidität desselben zu reguliren ; alle Stäbchen aber werden ver-mittelst eines mit Leder überzogenen Hammers und eines Vio-linbogens in Schwingungen versetzt, vermöge deren die lvnöpf-clien verschiedene Curven in so kurzer Zeit beschreiben, dafsder Eindruck des reflectirten Lichtes auf das Auge längere Zeitdauert, als ihre Vollendung erfordert, weswegen man dieselbenpanz wahrnimmt, wie die Kreise einer umgeschwungenen glü-Lenden jKohle,

Aus dieser blofsen Beschreibung ergiebt sich schon, dafsdie Knöpfe auf den Stäbchen je nach Verschiedenheit der Längeund Dicke der letzteren und dem Orte, wo sie geschlagen odergestrichen werden, also nach der verschiedenen Art der erzeug-ten Schwingungen sehr mannigfaltige Curven beschreiben müs-sen. Der einfachste Versuch ist, wenn einer der Stäbe nach sei-ner ganzen Länge schwingt (wobei also sein Schwingungsknotenim Puncte seiner Befestigung, das Ende dep Schwingungsbogensim leuchtenden Knopfe liegt), in welchem Falle das leuchtendeKncipfchen eine Ellipse beschreibt, deren grofse Axe stets ab-jiimmt, während die kleine wächst, bis letztere zur grofsen wild,lind auf diese Weise in verschiedenen Wechseln. Ungleich zu-sammengesetztere Curven werden erhalten , wenn das Licht vonmehreren leuchtenden Puncten auf einer horizontalen, noch mehrauf einer schrägen Fläche reflectirt wird, und der Stab nichtblofs nach seiner ganzen Länge, sondern auch nach kürzeren

r