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wenn man den einen Lichtstrahl durch einen Schirm auffängt,dafs also in der That das Zusammentreffen zweier Lichtstrahlenes ist, wovon auch hier die geschwächte und selbst zerstörteWirkung des Lichtes abhängt.
Es scheint mir hier nicht möglich, die Interferenz-Erschei-nungen, welche das polarisirte Licht darbietet, zu erzählen.Auch diese, insbesondere die Erscheinung, dafs bei polarisir-len Strahlen unter gewissen Umständen die Interferenzen nichteintreten, hat Fresst ei, aus seiner Theorie erklärt, indefs hater dabei eine neue Hypothese zu Hülfe genommen , welche we-nigstens die Einfachheit der bisherigen Betrachtungen zum Theilaufhebt ■*» Bi
I ö d.
lodine; Iodum , Iodina; lode; lodine ; (vonlonSrjq, veilchenfarbig), von Courtois 1811 entdeckt, findetsich, meist als hydriodsaures Natron, im Meere, in verschiedenenim und am Meere wachsenden Pflanzen , in einigen Seethieren,in manchem Steinsalz, mehreren Salzsoolen und einigen andernMineralwassern. Es wird aus der Lauge der eingeäscherten See-gewächse, nachdem man daraus die minder löslichen Salzedurch Abdampfen und Krystallisiren geschieden hat, durch Er-hitzen mit Vitriolöl und Braunstein sublimirt. Es krystallisirt inspitzen rhombischen Oktaedern und dünnen Blättchen, ist weichund leicht zerreiblich, hat nach Gay-Lussac ein specifischesGewicht von 4,948 , erscheint bei auffallendem Lichte eisen-schwarz , bei durch dünne Blättchen fallendem roth, währenddickere Massen undurchsichtig sind; es schmilzt nach Gay-Lussac bei 107° und siedet bei 175 bis 180°; sein Dampf istdunkel violett und hat nach Dumas ein specifisches Gewicht von8,716 (das der Luft = 1,000).
Das Iod löst sich in 7000 Wasser mit bräunlich gelberFarhe.
Aufser der noch nicht völlig erwiesenen iodigen Säuregiebt es nur eine Verbindung des Iöds mit Sauerstoff, nämlichdie lodsäure (125 Iod auf 40 Sauerstoff) , weifs, geruchlos, vonscharfem Geschmack , in der Hitze in loddampf und in Sauer-stoffgas zerfallend und mit brennbaren Körpern verpuffend. Sie
1 PoggendorfF Ann. der Pliys. XII. S66.