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5,2 (1830) I und K
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Interferenz.

Licht nicht homogen, so decken die hellen und dunkeln Ringe,die den verschiedenen Farben angeboren, einander zum Theildenn da die Wellen des violetten Strahles kürzer sind, so liegtfür jie das Viertel einer Wellenlänge dem Mittelpuncte derRinge näher, und die violetten Ringe sind kleiner, die rothendagegen sind die gröbsten, und die Bestimmung des Aufeinan-derfallens findet so statt, wie es im Art. sluwandiungen ge-zeigt worden ist 1 .

Nach der Undulationstheorie sind im Wasser, überhaupt instärker brechenden Materien, die Wellen kürzer, und folglichist, wenn sich Wasser zwischen den Gläsern befindet, die Stelle,die dem Viertel einer Wellenlänge entspricht, näher am Mittel-puncte, die Ringe also kleiner, wie es sich auch wirklich findet.

Als einen besonders wichtigen Triumph der Undulations-theorie sehen es die Vertheidiger derselben an, dafs selbst diechemischen Wirkungen des Lichtes sich, den Interferenzen ge-mäfs, da nicht zeigen, wo Wellentheile entgegengesetzter ArtZusammentreffen. Arago hat hierfür folgenden Versuch aus-geführt 2 . Er liefs die von zwei Spiegeln auf die oben ange-führte Weise reflectirten Lichtstrahlen, welche also durch ihreInterferenzen dunkle und helle Streifen hervorbrachten, auffrisch bereitetes Chlorsilber fallen, und fand hier, dafs dieSchwärzung, welche die Einwirkung des Lichtes allemal aufdem Hornsilber hervorbringt, durch Zwischenräume unterbro-chen, also die Schwärzung nur da entstanden war, wo die In-terferenzen der Lichtwellen ein wirksames Zusammentreffen der-selben gestattet hatten. Also ist allerdings auch die chemischet Wirkung ebenso durch das Zusammentreffen der Lichtstrahlenbedingt, wie es die Wirkungen auf das Gesicht sind; die che-mischen Wirkungen hören auf, wo die Differenz der Wegedurch das 1, 3, 5, 7fache einer gewissen Gröfse d ausgedrücktwird, und sie erreichen ihren gröbsten Werth, wo diese Diffe-renz der Wege das 2, 4, 6., 8fache u. s. w. eben jenes d ist.Arago hat gezeigt, dafs diese ungleiche, durchstreifen unter-brochene Schwärzung des Chlorsilbers nicht mehr statt findet,

1 Annales de Ch. et Ph. XXII. 337. XXIII. 129. u. PoggendoriFsAnn. XII. 197.

2 Dinen ähnlichen Versuch hat auch Yockg ausgefiihrt, Lectureson nat. phil. II. 647.