Iiii’lexion des Lichtes.
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Nach Newton ist fast im ganzen achtzehnten Jahrhundertesehr wenig für diese Lehre geschehen. De L’Isle und Maiialuistellten einige Versuche an, die hierher gehören. Der ersteliefs den Schatten einer runden Scheibe, die dem ins dunkleZimmer eintretenden Liclitstrahle ausgesetzt war , auf eineEbene fallen und bemerkte den hellen Rand um den Schatten;diesen verglich er mit dem bei totalen Sonnenfinsternissen umden Mond gesehenen Ringe L Maualdi hing eine Kugel odereinen Cylinder im freien Sonnenlichte auf, und bestimmte dieLänge des Schattens, die er erheblich kürzer fand, als sie nachder Gröfse des Sonnendurchmessers, bei geradem Fortgangeder Lichtstrahlen, seyn sollte. Er bemerkte den hellen Ring,womit der Schatten sich umgeben zeigt, und die verminderteSchwärze des Schattens durch gebeugte Strahlen selbst in demRaume, wohin nach den gewöhnlichen Regeln der Optik keinSonnenstrahl gelangen konnte. Andere Versuche, auch im dun-keln Zimmer angestellt, will ich nicht erzählen, um nicht einer-lei Gegenstand öfter zu wiederholen 1 2 3 .
s’ Gkavesande 3 eignet den Körpern in der Nähe eine an-ziehende Kraft zu, in gröfserer Ferne eine abstofsende, welchedie Beugung der Lichtstrahlen in den Schatten hineinwärts undvom Schatten abwärts hervorbringe. Er bediente sich eines In-struments, welches auch Flaugeiigues undBiov bei ihren Ver-suchen anwendeten, welches nämlich so eingerichtet ist, dafszwei Stahlplatten, entweder genau parallel, oder unter einemkleinen Winkel gegen einander geneigt, einander genähert wer-den können. Durch den so erhaltenen engen Spalt liefs er denin das dunkle Zimmer eingelassenen Lichtstrahl gehen und fand,dafs der helle Raum, welcher sich zwischen den Schatten dersehr genäherten Stahlplatten zeigte, zwar zuerst mit der Annä-herung der Platten gegen einander abnahm, dafs aber, bei sehreng werdender Spalte , drei Farbenränder sichtbar wurden , undbei noch mehr verminderter Weite des Spaltes der helle Raumsich verbreiterte, die Farbenstreifen aber, da sie, wie er sagt,aus dem nach beiden Seiten angezognen Lichte entstehen, sichseitwärts entfernen und einen dunkeln Raum zwischen sicli lassen.
1 Mc'm. de Paris 1715. p. 147.
2 Mein, de Paris 1723. p. 111.
3 Physices elementa p. 725.