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5,2 (1830) I und K
Entstehung
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Iuflexion des Lichtes.

Linie ist, die durch den Scheitel des dem geradlinigen Fort-gange der Lichtstrahlen gemäls gezeichneten Winkels senkrechtgegen die Halbirungslinie dieses Winkels gezogen ist. Manversteht den Ursprung dieser Hyperbeln am besten, wennman in eben der Entfernung, wo man ihr Entstehen bei einerNeigung der Schneiden gegen einander beobachtet, die Beob-achtung mit parallel gestellten Schneiden wiederholt und dasieht, wie, bei sehr starker Annäherung der Schneiden, dieFarbenstreifen immer tiefer, aber nun parallel mit den Schneidenbleibend, in den Schatten hineinrücken und einen hellen Raumzwischen sich lassen. Das was hiernach und nach bei engeremZusammenrücken geschieht, das stellt sich dort an den ungleichnahen Theilen der Schneiden zugleich dar, indem die gegen denScheitel des Spaltes einander ungemein nahe liegenden Theileder Schneiden ihre Farbenränder sehr weit entfernt, in denSchatten hineingerückt, neben sich haben.

Ich theile hier die Messung Newtoh’s nicht mit, da ‘ähn-liche Messungen aus neuern Versuchen noch belehrender seynwerden. Dagegen mufs ich noch den wichtigen Versuch er-zählen, wo die Beugung des ungleich farbigen Lichtes unter-

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sucht ward. Der durch eine enge Oeffnung in das finstere Zim-mer eingelassene Lichtstrahl fiel auf ein Prisma, und der Kör-per, dessen Schatten und Farbenränder am Schatten man be-obachten wollte, wurde einem bestimmten Farbenstrahle aus^e-setzt. Dann waren die Farbenränder nur einfarbig, aber breiterim rothen Lichtstrahle, schmäler im grünen und am schmälstenim violetten Lichte.

Newtoh’s Erklärung der Phänomene ist unvollkommenund geht ungefähr dahin, dafs das Licht von seiner geradenRichtung abgelenkt wird, und deshalb in der Mitte des engenSpaltes, bei gewissen Stellungen der Tafel, gar kein Licht durch-zugehen scheint, weil nämlich das hier durchgegangene Licht,abgelenkt nach beiden Seiten , nicht den mittlern Raum trifft,welchen es bei geradem Fortgange der Lichtstrahlen treffensollte. Er stellt über die Entfernung, in welcher die in jedemder einzelnen Farbenstreifen kenntlich werdenden Lichtstrahlenam Rande des festen Körpers vorbei gehen , nähere Betrachtun-gen an , und bemerkt vorzüglich, dals die weniger brechbarenStrahlen, die rothen nämlich, einer stärkern Beugung unter-worfen sind , als die , welche brechbarer sind.