Druckschrift 
5,2 (1830) I und K
Entstehung
Seite
673
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J ali r.

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nannt wird, fanden nämlich, (lal's man nicht alle 4 Jahre einenTag einschalten dürfe, sondern dals die Einschaltung zuweilenauf das fünfte Jahr hinübertreten müsse. Es scheint daher dieEinrichtung statt gefunden zu haben, dafs die Jahre 4, 8, 1 2,

'16, 20, 24, 28, 33, 37, 41, 45, 49, 53, 57, 62 Schaltjahre

waren, wobei in 34S7 Jahren um einen Tag gefehlt würde, stattdafs die Gregorianische Anordnung erst in 3600 Jahren um einenTag fehlt. Diese neue Jahrrechnung nahm mit demjenigen Jahreden Anfang, wo die Sonne ziemlich genau hei ihrem Aufgangein den Widder eintrat, nämlich 1079 am J5. März des Juliani-schen Kalenders, und der Eintritt in den Widder sollte immerauf den Anfang des Jahres fallen. Ein solches Jahr hätte, wennfortwährend die Anordnung beobachtet worden wäre, den Vor-zug, dafs auch in den Zwischenjahren der Jahresanfang nievon dem richtigen Puncte abwiche, welches im GregorianischenKalender allerdings der Fall ist, aber die minder bequeme Be-rechnung der Schaltjahre macht eine solche Einschaltungsme-thode doch zum bürgerlichen Gebrauche weniger angemessen.Nach der Absicht der Urheber dieser Jahresordnung sollten, wieIdeeeii erzählt, sogar die einzelnen Monate sich strenge an denLauf der Sonne binden 1 , es sollte nämlich der erste eines Mo-nats derjenige Tag seyn, wo die Sonne in ein neues Zeicheneintrat, und die Länge jedes Monats also durch astronomischeBerechnung bestimmt werden; aber diese Anordnung scheintnicht zur Ausführung gekommen zu seyn. Dagegen versichertMontucla 2 , der vorzüglich aus Legentils Nachrichten ge-schöpft hat, dafs hei den Indiern solche Monate von einer unbe-stimmten , allemal erst astronomisch zu berechnenden , AnzahlTage statt fanden, Ihre Monate bestanden, wie er angiebt, ausTagen und Theilen von Tagen, welche nach dem Zeitpuncte,da die Sonne den dreifsigsten Grad des Zeichens vollendet, be-stimmt werden. Die Rücksicht auf diesen genauen Anfang derMonate sey ihnen darum wichtig, weil es viel darauf ankomme,die Stunde zu kennen , wo ein glücklicher oder unglücklicherTag sich endiffet oder anfängt.

Alles bisher Angeführte betraf das Schaltjahr, welches mitdem bürgerlichen Sonnenjahre verbunden werden mufs, um die-

1 Ideeer II. 526.

2 IIEl. d. Math. I. 434.