dem 7ten und ßten ante Calendas' Manilas , und dieser Tagwurde als bissexlus ante Calendas Alarlias angegeben, dem derseptimus ante Calendas voranging ; so entstand der Name diesbissextilis und annus bissexlilis, der nach lnELEii’s Bemerkungunrömisch ist, und erst später statt dies bissexlus, annus bis-sexlus vorkommt. Diese Stelle des Schalttages behielt Caesardarum bei, weil er überhaupt die Festtage, so weit es nur mög-lich war, in ihrer Ordnung lassen wollte, und daher den Schalt-tag zwischen diejenigen Tage setzte, wo das Volk ohnehinschon eine Einschaltung gewohnt war. Auch die Zahl der Tage,welche er jedem Monate in dem von da an verlängerten Jahrebeilegte , stand mit ähnlichen Rücksichten in Verbindung.
Die so von Julius Caesar angeordnete, von ihm theils
nach eignem Studium , theils auf des Sosigenes llath gewählte
Einschaltumjsmethode macht das Wesentliche des Julianischeno
Kalenders aus, dessen man sich bei chronologischen Ver-gleichungen , weiten der Einfachheit der Einschaltungen, nernselbst auch für die Zeitpuncte bedient, die seiner Einführungvorausgehen.
Die kurze Verwirrung, die nach Caesaii’s Tode noch ein-mal einrifs , weil die Priester nicht begriifen hatten , dafs vierViertel eines Taces erforderlich wären, um einen ganzen Tageinzuschalten, sondern schon am Anfänge jedes vierten Jahres,das ist am Ende des dritten Jahres, den Schalttag einrückten,ward von Augustus bald bemerkt und gehoben, so dafs seitdem Jahre 757 Roms (3 nach Christi Geburt) die Anwendungdes Julianischen Kalenders keine Störung litt.
Diese Julianische Einschaltungsmethode würde das bür-gerliche Jahr mit dem Sonnenjahre beständig einstimmig erhal-ten, v'enn das tropische Sonnenjahr 365 Tage 6 Stunden hielte;aber daran fehlen 11 Min. 10 Sec., welche in 129 Jahren fastgenau einen Tag ausmachen. Im Julianischen Kalender wurdealso in 129 Jahren ein Tag zu viel eingeschaltet, und es ent-fernte sich daher das bürgerliche Jahr zwar langsam, aber dochje mehr und mehr, von den Erscheinungen, mit welchen ge-wisse Tage ehemals zusammengetroffen waren. Man wurdehierauf im fünfzehnten Jahrhundert aufmerksam, und Petrusde ÄLLiAcound Nicolaus Cusaxus wünschten eine Verbesse-rung des Kalenders. Sixtus IV. wollte eine solche Verbesse-rung durch den Astronomen Regiomontanus veranstalten lassen,