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Die Sonne.
messer lö'O^ÖO mit dem wahrscheinlichen Fehler -f- 0",087.v. Struve glaubte nun, es scheine keinem Zweifel unterworfenzu sein, dass jedem Fernrohre, vielleicht gar jedem Beobachterein anderer Sonnenradius entspreche. — Wir sehen also hier-aus, dass die Sache selbst damals noch keinesweges auf’s Reinegebracht worden war, vielmehr noch manche Jahre unentschie-den blieb, bis Bessel mit seiner Meinung auftrat.
Als er nämlich seine Beobachtungen des Merkurdurchgangsdurch die Sonnenscheibe vom Mai 1832 bekannt machte, spracher seine Ansicht nicht blos über Irradiation der Sonne über-haupt und über die Erscheinungen insbesondere, welche sichbei Berührungen der Ränder von Sonne und Merkur oder Ve-nus zeigen, sondern auch über die Fernrohre in Bezug auf dieIrradiation sehr sinnreich in folgenden Worten aus. „Unter Irra-diation der Sonne versteht man einen, durch die Lebhaftigkeitdes Sonnenlichts erzeugten, Lichtrand von einigen SecundcnBreite, weicherden wahren Sonnenrand umgiebt, so dass er durchFernröhre nicht von diesem unterschieden werden kann, alsodie Sonnenscheibe grösser darstellt, als sie wirklich ist. DasDasein einer solchen Irradiation hat zur nothwendigen Folge,dass bei der Annäherung eines vor der Sonne vorübergehendenPlaneten an den Rand derselben, das, zwischen den Rändernbeider Gestirne befindliche, Licht in dem Augenblicke ver-schwindet , in welchem der Rand des Planeten den wahrenSonnenrand bedeckt. Es erfolgt also vor dem Antritte desPlaneten an den scheinbaren Sonnenrand eine plötzliche Unter-brechung des Lichtfadens zwischen beiden. Da nun die Irra-diation die Planetenscheibe um eben so viel verkleinern muss,als sie die Sonnenscheibe vergrössert, so erfolgt die plötzlicheUnterbrechung schon in dem Augenblicke, wo der scheinbareZwischenraum zwischen beiden Rändern bis auf die doppelteBreite der Irradiation herabgekommen ist. Bei dem Eintrittezeigt sich Alles in umgekehrter Ordnung.“ — Die Grösse derIrradiation kann sowohl dadurch bestimmt werden, dass man dieBreite des Licbtrandes im Augenblicke seiner plötzlichen Unter-brechung misst, als auch durch Vergleichung des gemessenen.Sonnendurchmessers mit dem, aus der Zeit der Verweilung desdurchgehenden Gestirns vor der Sonnenscheibe sich ergebenden