Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
45
Einzelbild herunterladen
 

Mars.

45

keinem Zweifel mehl- unterliegende Thatsachc, dass dem auf-merksamen Beobachter der erleuchtete Theil der Venus untereinem verminderten Durchmesser erscheine, versuchten imJahre 1836 Beer und Mädler zu erklären. 1 j Die Vermu-thung mehrerer Astronomen, dass die Venus mit einer Phofo-spliärc umgeben sei, also auch mit eigenem Lichte glanze,ward durch die, von Pastorff mit seinen schönen l? rau ti-li ofer’scheu Fernröhren gemachten Observationen wohl ausserallen Zweifel gesetzt. Wir werden, wenn vom Jupiter dieRede ist, noch ein Mal darauf zurückzukommen Gelegenheithaben.

Der Mars.

Der erste und der uns zunächst stehende der sogenanntenobern Planeten ist M a r s. Beinahe von allen Planetentafelnwaren zu Anfänge dieses Jahrhunderts die des Mars, wegen derbis dahin ganz vernachlässigten bedeutenden Störungen, un-streitig die unvollkommensten. Doch nun suchten die Astrono-men diesem Mangel abzuhelfen. Wurm, Oriani, Schubertund Burckhardt entwickelten nach verschiedenen Methoden dieStörungen des Mars durch Jupiter, Venus und Erde. DieTheorie kam ungesäumt in Anwendung, denn fast gleichzeitigconstruirten Lcfranfais, Oriani, Triesnecker undMonteiro neue Marstafeln, die blos unbedeutend von einanderab wichen. Oriani und Triesnecker haben in den Mai-

länder und Wiener Ephemeriden ihr Verfahren, neue Marsele-mente zu begründen, gegeben. Ob dies auch von Lcfran 9 aisund Monteiro geschehen ist, wissen wir nicht. Tries-necker’s Tafeln, die sich auf die Schubert’schen Störungs-gleichungen und auf die Oppositionen des ganzen achtzehntenJahrhunderts gründen, sind genau; sic geben nur selten 30 ''Fehler in der gcocentrischen Länge. Durch die von La placenoch vollständiger entwickelten Störungsgleichungen des Mars,

1 . Astr. Nadir. Xir. S. 203 .