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1 (1844)
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Die sechs Planelen.

Die Venns.

Unstreitig der hellste und schönste aller Planeten ist Venus.Darum waren auch schon die Dichter der Griechen und Römervoll von dem Lohe seiner Schönheit. Homer nennt ihn ( Iliail ,XXII. 3I8J KaXliovoVj den Schönsten:

„Hell wie der Stern vorstralilt in dämmernderStande des Melkens,

Ilesperus, der der Schönste erscheint von denSternen des Himmels.“

Fast dieselben Astronomen, welche sich mit der Theorie desMerkur beschäftigten, bearbeiteten auch die Theorie der Venus.La lande und T riesnecke r gaben im vorigen JahrhundertTafeln dafür, die nur selten 50" von den Beobachtungen ab-weichen. Fast unerwartet war eine solche Uebereinstimmung,da in den erstem alle Störungen ganz, in den letztem zumThcil vernachlässigt sind und diese im Maximum über 50''steigen können.

Pies veranlasst v. Lin den au zu einer neuen Bear-beitung. Um die Säculargleichungcn unabhängig von derTheorie zu erhalten, wurden die Elemente einmal für 1750 ausB radley’schcn, und dann für 1808 aus hundert neuemBeobachtungen bestimmt. Die Differenz beider gab deren Säcu-laränderung, die v. Lindcnau zu einer Bestimmung derMerkurs-, Erd- und Marsmasse zu benutzen wünschte. Alleinder Zeitraum war doch noch zu klein, um dies mit Sicherheitbewerkstelligen zu können, und bios für Merkur schien ausder Summe aller Beobachtungen eine merkliche Vergrösserungder Masse zu folgen.

Dennoch Hess v. Lindenau die Frucht dieser seinerArbeiten, die Tabulae Yeneris norcie etc. drucken. Die Kostendes Drucks bestritt der Herzog von Gotha. Der Verfasser hatsich in der Monall. Corres/). XXI. S. 201 n. f. umständlicherausgesprochen und die ganze Analyse seiner Tafeln mitgethcilt.Auch Lai and e und Tricsnceker haben späterhin ihre frü-hem Tafeln mit Berücksichtigung der Störungen verbessert,ohne icdoch die erhaltenen Resultate zur öffentlichen Bekannt-^nmchung zu bringen.