Die vier neuen Planeten überhaupt.
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bationstheoric zu erweitern und zu vervollkommnen. Da näm-lich Vesta, Juno, Pallas und Ceres sehr grosse Störungen vondem Planeten Jupiter erleiden, so giebt dies ein Mittel, durcheinen Schluss rückwärts die Masse des Jupiter mit grosserGenauigkeit zu bestimmen. Bisher ist dies immer nur mittel*der vier Jupitertrabanten geschehen. Es war also auffallend;dass der neue Weg, den man zu demselben Ziele gefundenhalte, zu einer von jener erslen bedeutend abweichenden Mas-senheslimmung des Jupiter führte. Man wurde durch dieseVerschiedenheit längere Zeit hindurch in nicht geringe Ver-legenheit gesetzt, bis endlich Airy die grössten Elongatio-nen der Jupitersatelliten durch seine eigenen Beobachtungensorgfältiger zu bestimmen suchte. So zeigte sich denn nundie gewünschte Uehcrcinsfimmung sofort, da die Masse desJupiter, wie sie aus dessen Monden und aus seinen Störungender neuen Planeten sich ergab, fast dieselbe war. Santi nthat seitdem die Satcllitenheohachtungen wiederholt, und eben-falls sehr nahe mit Airy übereinstimmende Resultate gefunden.Wir werden auf diesen höchst wichtigen Gegenstand im 11.Theile, wo vom Jupiter und Saturn die Rede ist, noch ein Malwieder zurückkommen.—Auch die praktische Astronomie verdanktden vier neuen Planeten ebenfalls manche Bereicherung undVervollkommnung. Denn die Beobachtungen mit dem Kreis-mikrometer erhielten seitdem einen hohem Grad von Ausbildung",und die Sterncharten llarding’s üherlrafen alles, was der Artbisher erschienen war. Endlich darfauch nicht unerwähnt blei-ben, dass man sogar versucht hat, das System der vier neuenPlaneten durch Apparate zu veranschaulichen. Ein Modell,welches eine sehr versinnlichte Darstellung der Grösse, NeigungExcentricität und Durchschlingung der Bahnen gewährt, hat1816 Bode für die Berliner Sternwarte aus Messing, 11 Zollim Durchmesser gross, anfertigen lassen. Etwa 18 bis 20 Jahrespäter liess M ö h i u s ein ähnliches Modell nach seiner Angabedurch Riedig in Leipzig für die dasige Sternwarte construiren.