Druckschrift 
1 (1849)
Entstehung
Seite
20
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tragen, wird man ihn für einen Diamantenhalten, und trüge ein Bettler auch einen ächtenDiamantring, so würde man doch meinen, essev eitel Glas.

Die oben angestellte Betrachtung leitetmich auf

H o ra c e Ve r n e t.

Der hat auch nicht mit lauter ächten Steinenden dießjährigen Salon geschmückt. Das vor-züglichste seiner ausgestellten Gemälde war eineJudith, die im Begriff steht, den Holophcrneszu tödten. Sie hat sich eben vom Lager des-selben erhoben, ein blühend schlankes Mädchen.Ein violettes Gewand, um die Hüften hastiggeschürzt, geht bis zu ihren Füßen hinab; ober-halb des Leibes trägt sie ein blaßgclbeS Unter-kleid, dessen Acrmel von der rechten Schulterherunterfällt, und den sie mit der linken Hand,etwas metzgcrhaft, und doch zugleich bezauberndzierlich, wieder in die Höhe streift; denn mitder rechten Hand hat sie eben das krumme