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Schwert gezogen gegen den schlafenden Holo-pherncs. Da steht sie, eine reizende Gestalt,an der eben überschrittenen Grenze der Jung-fräulichkeit, ganz gottrein und doch weltbeflcckt,wie eine entweihte Hostie. Ihr Kopf istwunderbar anmuthig und unheimlich liebens-würdig; schwarze Locken, wie kurze Schlangen,die nicht hcrabflattern, sondern sich bäumen,furchtbar graziös. Das Gesicht ist etwas be-schattet, und süße Wildheit, düstere Holdselig-keit und sentimentaler Grimm rieselt durch dieedlen Züge der tödtlichcn Schönen. Besondersin ihrem Auge funkelt süße Grausamkeit unddie Lüsternheit der Rache; denn sie hat auchden eignen beleidigten Leib zu rächen an demhäßlichen Heiden. In der That, dieser ist nichtsonderlich liebreizend, aber im Grunde scheinter doch ein llon enlimt zu scyn. Er schläft sogutmüthig in der Nachwonnc seiner Beselignng;er schnarcht vielleicht, oder, wie Luise sagt,er schläft laut; seine Lippen bewegen sich noch,als wenn sie küßten; er lag noch eben im