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ihn auch deshalb manchmal romanlisch. InRacine ist aber die Denkweise des Mittelaltersganz erloschen; in ihm erwachen lauter neueGefühle; er ist das Organ einer neuen Gesell-schaft; in seiner Brust dufteten die ersten Veilchenunseres modernen Lebens; ja wir konnten sogarschon die Lorbeeren darinn knospen sehen, die erstspater, in der jüngsten Zeit, so gewaltig empor-geschossen. Wer weiß, wie viel Thatcn aus Mei-nes zärtlichen Versen erblüht sind! Die fran-zösischen Helden, die bcy den Pyramiden, beyMarcngo, bey Austerlitz, bey Moskau und beyWaterloo begraben liegen, sie hatten alle einstNacines Verse gehört, und ihr Kaiser hatte siegehört aus dem Muude Talmas. Wer weiß wieviel Zentner Ruhm von der Vcndomesaulc eigent-lich dem Racine gebührt. Ob Euripides eingrößerer Dichter ist als Racine, das weiß ichnicht. Aber ich weiß, daß letzterer eine lebendigeQuelle von Liebe und Ehrgefühl war, und mit